Gehaltscheck 2016: Trotz Steuerentlastung! Weniger Netto für Millionen Deutsche

Zum Jahresbeginn sind in Deutschland zahlreiche Steuererleichterungen in Kraft getreten. Dennoch müssen Arbeitnehmer Einbußen beim Netto-Gehalt hinnehmen. Schuld sind offenbar die gestiegenen Zusatzbeiträge der Krankenkassen.

Der gestiegene Zusatzbeitrag bei einigen Krankenkassen sorgt bei einigen Arbeitnehmern für heftige Einbußen. Bild: dpa

Zum Jahresbeginn sind in Deutschland zahlreiche Steuererleichterungen in Kraft getreten. Dennoch müssen Millionen Arbeitnehmer deutliche Einbußen beim Netto-Gehalt hinnehmen. Schuld sind offenbar die gestiegenen Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen. Laut "Bild"-Zeitung führen die Zusatzbeiträge bei Durchschnittsverdienern mit 3.000 Euro brutto zu Mehrbelastungen von bis zu 221 Euro pro Jahr. Gemeinsam mit der Abrechnungsexperten von "Datev" hat "Bild" den Gehaltscheck gewagt und die Auswirkungen der Steueränderungen und der Beitragserhöhungen der 20 größten Krankenkassen errechnet.

So heftig wirken sich die Zusatzbeiträge auf den Netto-Lohn aus

Freuen können sich laut dem Blatt Arbeitnehmer mit Gehältern von rund 6.000 Euro pro Monat, bei denen die Krankenkassen den Zusatzbeitrag gar nicht oder nur um maximal 0,2 Prozentpunkte erhöhen. Sie können mit einem Netto-Plus von bis zu 134 Euro im Jahr rechnen. Je nach Familienstand und Steuerklasse profitieren sie von Erhöhung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des leicht angestiegenen Kindergelds sowie der Abmilderung der Kalten Progression.

Lesen Sie auch: Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen! So können Sie wechseln.

Die gestiegenen Beitragsbemessungsgrenzen führen bei Gutverdienern mit höheren Gehältern bereits zu leichten Nettoeinbußen. Arbeitnehmer, bei denen die GKV die Beiträge weitaus höher angehoben haben, sind durchweg von Mehrbelastung betroffen. Gutverdiener müssen mit Netto-Einbußen von 460 Euro im Jahr rechnen. Das gilt vor allem für Versicherte der Viactiv BKK. Die Krankenkasse erhöhte ihren Zusatzbeitrag um 0,8 Prozent.

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bua/gea/news.de

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