Alphonso Williams (57) ist tot

DSDS-Star stirbt kurz nach Krebs-Diagnose

Der ehemalige "DSDS"-Gewinner Alphonso Williams ist tot. Der 57-Jährige war an Prostata-Krebs erkrankt. Nun hat er den Kampf gegen die schwere Krankheit verloren. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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Von news.de-Expertin Sandra Voigt - 16.02.2014, 09.00 Uhr

News.de Expertenrat: Zugesicherte Gehaltserhöhung muss gezahlt werden

Ist ein neuer Mitarbeiter eingestellt, fangen die Diskussionen um das Einkommens an. Oft einigt man sich auf ein höheres Gehalt nach der Probezeit. Aber was passiert, falls sie der Chef plötzlich nicht zahlen will?

Steht eine Gehaltserhöhung im Vertrag, muss der Chef sie auch zahlen. Bild: dpa/Jens Schierenbeck

Hat der Vorgesetzte einen neuen Angestellten eingestellt, fangen die Diskussionen um die Höhe des Einkommens an. Oftmals einigt man sich darauf, dass der Mitarbeiter im Verlauf einer sechsmonatigen Probezeit eine geringere Entlohnung, dagegen ab dem siebten Monat Betriebszugehörigkeit eine vertraglich festgesetzte Gehaltserhöhung bekommt. Aber was passiert, falls sie der Chef plötzlich nicht zahlen will und sich darauf beruft, dass der Absatz mit der Gehaltserhöhung aus Versehen in den Vertrag geschrieben wurde?

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Mitarbeiter fordert Gehaltserhöhung ein

Ein Chef ließ in seiner Personalabteilung einen Arbeitsvertrag anfertigen. Die Sachbearbeiterin nahm hierfür ein Muster und passte es individuell auf den neuen Arbeitskollegen an. Hierbei vergaß sie, einen Passus zu entfernen, wonach der Mitarbeiter nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit mehr Lohn bekommen sollte. Dabei hatten sich der Arbeitgeber und der neue Arbeitnehmer auf ein unabänderliches Arbeitsentgelt – ohne eine Erhöhung nach der Probezeit – geeinigt. Als der Chef nach sechs Monaten das Gehalt nicht erhöhte, beklagte sich der Arbeitnehmer. Sein Arbeitgeber erklärte ihm den Fauxpas der Sachbearbeiterin und wollte den Passus zurücknehmen. Der Mitarbeiter zog vor Gericht und klagte die Zahlung des höheren Arbeitsentgelts – auch für die Zukunft – ein.

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Arbeitgeber muss mehr Lohn zahlen

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hessen entschied: Der Chef muss die Gehaltserhöhung ab dem siebten Monat Betriebszugehörigkeit zahlen. Denn könnte der Chef den Teil des Anstellungsvertrages, der die Gehaltserhöhung bestimmt, anfechten, hätte das zur Folge, dass eine Vergütungsregelung ab dem siebten Monat vollständig fehlt. Der Arbeitsvertrag wäre aus diesem Grund unvollständig. Übrig bliebe dann nur der Passus, welcher die Höhe des Lohns in den ersten sechs Monaten regelt. Der ist aber auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und kann folglich auch nicht als „Lückenfüller" für eine Vergütungsregelung ab dem siebten Monat verwendet werden. Aus diesem Grund war die Regelung mit der Gehaltserhöhung – trotz des Fehlers der Sachbearbeiterin – wirksam und Teil des Beschäftigungsvertrages, was zu einer Zahlungspflicht des Chefs führte.

(LAG Hessen, Urteil v. 28.11.2012, Az.: 18 Sa 594/12)

Autorin: Sandra Voigt, Assessorin und Redakteurin bei www.anwalt.de

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kls/news.de

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