Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 29.11.2013, 10.45 Uhr

Xing und LinkedIn: Was bringen Business-Netzwerke wirklich?

«Die Jobs liegen auf der Straße», besagt ein geflügeltes Wort. Doch heutzutage könnte man auch meinen, sie liegen im Internet. Berufsnetzwerke werden jedenfalls immer beliebter. Mehr und mehr Unternehmen halten dort Ausschau nach potenziellen Bewerbern. Doch die bleiben skeptisch - noch.

Auf der Suche nach einem neuen Job sind schon seit Jahren nicht mehr Zeitungsannoncen erste Anlaufstelle, sondern das Internet. Zahlreiche Stellenbörsen sollen den Weg ins neue berufliche Leben weisen. Doch auch umgekehrt etabliert sich das World Wide Web zusehends - nämlich als Bewerberpool.

Einer aktuellen Studie der Personalberatung Kelly Services zufolge finden Arbeitgeber ihre Angestellten immer häufiger über soziale Berufsnetzwerke wie Xing oder LinkedIn. So wurde laut der Untersuchung im vergangenen Jahr jeder zweite deutsche Arbeitnehmer online rekrutiert. Damit ist Deutschland weltweit spitze, wenn es um die Häufigkeit von Online-Offerten geht.

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Soziale Netzwerke auf Platz drei der Einstellungsquellen

Insgesamt wird dem Institute for Competitive Recruiting zufolge jede zehnte Stelle heutzutage über soziale Netzwerke besetzt. Dazu zählen neben Xing und LinkedIn auch Facebook und Co. Damit haben es diese Plattformen auf Platz drei aller Einstellungsquellen geschafft. Vor drei Jahren belegten sie noch Platz sieben.

Selbstredend spielen Xing und LinkedIn dabei eine besondere Rolle. Sind es doch keine gewöhnlichen sozialen Netzwerke, sondern Business-Plattformen, auf denen sich Unternehmen und Angestellte mit einem ausführlichen Portfolio präsentieren, so als Arbeitsgeber oder -nehmer empfehlen und miteinander in Kontakt treten können.

FOTOS: Das zweite Leben im Netz Die Welt der Sozialen Netzwerke

Millionen Mitglieder pflegen Geschäftskontakte

Das kommt vor allem jener Bevölkerungsgruppe zugute, die immer weiter wächst, nämlich Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen, die stetig ihren Job wechseln und sich neuen Herausforderungen stellen müssen. Sie können sich online leicht vernetzen und - statt den Umweg über eine externe Stellenbörse zu wählen - direkt beim Unternehmen selbst anklopfen.

Die Chancen dafür sind gut. Denn Berufsnetzwerke sind längst keine Nische mehr. So nutzen Xing weltweit etwa 13 Millionen Mitglieder, sechs Millionen davon im deutschsprachigen Raum. US-Konkurrent LinkedIn verzeichnet sage und schreibe über 225 Millionen Mitglieder in mehr als 200 Ländern und ist mit rund drei Millionen Unternehmensprofilen ein wahres Mekka für Geschäftskontakte.

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