Verbraucher Versicherungssumme bei alten Haftpflichtpolicen oft zu niedrig

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Versicherungssumme bei alten Haftpflichtpolicen oft zu niedrig Bild: dpa

Berlin - Mit dem Erwachsenwerden schließen viele ihre erste eigene Haftpflichtversicherung ab - und behalten sie jahrelang unverändert. Verbraucherschützer warnen nun vor zu niedrig angesetzten Versicherungssummen in alten Verträgen auf D-Mark-Basis.

Bei alten Haftpflichtpolicen ist die Versicherungssumme oft zu niedrig. Das berichtet die Zeitschrift «Finanztest». Viele Verträge, die weit vor der Euro-Einführung abgeschlossen wurden, böten nur unzureichenden Schutz in Schadensfall. Kunden mit einem alten Vertrag sollten daher über den Abschluss einer neuen Police nachdenken. «Sehr guten» Schutz gebe es schon für 49 Euro im Jahr.

Oft seien in alten Verträgen zwei Millionen D-Mark versichert, heißt es in der von der Stiftung Warentest herausgegebenen Zeitschrift. Verursache der Inhaber einer solchen Police einen Verkehrsunfall, bei dem jemand zu Schaden kommt und lebenslang medizinisch betreut werden muss, zahle die Versicherung heute maximal eine Million Euro. Darüber hinausgehende Kosten müsse der Kunde aus eigener Tasche zahlen. Für einen ausreichenden Schutz sollte eine private Haftpflichtversicherung mindestens drei Millionen Euro pauschal für Personen- als auch für Sachschäden übernehmen.

Der Wechsel in einen neuen Vertrag muss dabei nicht teuer sein: Bei dem Test von 250 Familientarifen von 72 Versicherern kostete das günstigste positiv bewertete Angebot 49 Euro pro Jahr, die teuerste Police 179 Euro. Insgesamt wurden 73 Tarife mit «sehr gut» bewertet. Diese Tarife erfüllten die Mindestanforderungen der Stiftung Warentest. So bieten die Policen beispielsweise Schutz im Ausland, bei Mietsachschäden oder auch beim Hüten fremder Hunde und Pferde.

news.de/dpa

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