Strom und Geld sparen So geht Energiesparen richtig

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Vier Milliarden Euro - diese immense Summe geht den deutschen Verbrauchern jährlich flöten. Der Geldräuber heißt Leerlaufverlust im Haushalt. Dabei lässt sich die Stromrechnung durch einfache Tricks spürbar senken - news.de verrät, wie's geht.

Strom wird in Deutschland teurer - das ist inzwischen beschlossene Sache. Ab dem kommenden Jahr steigt die Ökostromzulage auf rund 5,3 Cent pro Kilowattstunde - den Verbraucher erwartet damit mitunter ein böses Erwachen bei der nächsten Stromrechnung. Höchste Zeit also, Stromfresser im Haushalt aufzuspüren und Strom zu sparen.

Was steckt hinter den Energieeffizienzklassen?

Wer einen neuen Kühlschrank oder einen Geschirrspüler kauft, schaut zuerst auf das Energieeffizienz-Label. Die Kategorisierung gibt Aufschluss darüber, wie sparsam das Gerät im Stromverbrauch ist. Zwar steht die Klasse A für besonders wirtschaftlichen Verbrauch, allerdings gibt es Abstufungen. Während das Label A bei der EU-weiten Einführung der Energieeffizienzklassen im Jahr 1998 noch als besonders gut galt und die schlechtesten Geräte in der Kategorie G zu finden waren, darf heute ein Gerät der Klasse A nicht mehr verkauft werden - der Energieverbrauch ist schlicht zu hoch. Inzwischen sind die Labels A+, A++ und A+++ für Verbraucher relevant - je mehr Pluszeichen hinter dem A stehen, umso besser ist das für die Stromrechnung aus.

Schon niedrige Temperaturen lassen die Wäsche sauber werden

Wäsche wird nur dann richtig sauber, wenn sie bei hohen Temperaturen gewaschen wird - diese Ansicht hält sich nach wie vor in den Köpfen der Verbraucher. Dabei reichen Waschgänge bei 30 oder 40 Grad bereits aus, um Flecken den Kampf anzusagen - verbesserten Waschmitteln sei Dank. Wer die Waschmaschine nicht mit heißen Temperaturen laufen lässt, kann bei der Stromrechnung bares Geld sparen.

Wie der Kühlschrank zum Stromfresser wird

In der Küche lauert eines der höchsten Stromsparpotenziale. Vor allem der Kühlschrank entpuppt sich bei genauerem Hinsehen oft als Stromfresser - das beginnt schon beim Standort. Steht das Kühlgerät direkt neben dem Backofen oder der Heizung, muss es mehr Energie aufwenden, um in der heißen Nachbarschaft seine Leistung zu verrichten - und das kostet Strom.

Stromverbrauch am PC
Was Sie einsparen können
Stromverbrauch am PC (Foto) Zur Fotostrecke

In vielen Wohnungen sind zudem veraltete Kühlschränke mit integriertem Frostfach zu finden. Hier lauert die nächste Kostenfalle: Lagert sich im Gefrierfach Reif oder eine Eisschicht ab, muss das Gerät mehr als halb soviel Energie zusätzlich aufwenden, um trotz der dämmenden Schicht richtig zu kühlen. Neuere Geräte verfügen über eine Technologie, die Eisablagerungen verhindert - kombiniert mit einer hohen Energieeffizienzklasse ist ein neuer Kühlschrank vielleicht preisintensiver, die Kosten sind nach der nächsten niedrigeren Stromrechnungen schnell wieder wettgemacht.

Fernseher, Ladegeräte und Stereoanlagen als Stand-by-Fallen

Die kleine rote Lampe an der Stereoanlage, dem Fernseher oder dem DVD-Player verrät es: Das Gerät ist zwar ausgeschaltet, frisst aber im Hintergrund weiter Strom. Die ständige Bereitschaft kostet richtig Geld: Bis zu 100 Euro zusätzlich schleichen sich jährlich dank Stand-by auf die Stromrechnung. Wesentlich kostengünstiger ist die Anschaffung von Steckerleisten mit Kippschalter. Bereits für unter zehn Euro sind die abschaltbaren Steckdosen im Handel erhältlich. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Steckerleisten ein TÜV- oder GS-Prüfsiegel haben - bei nicht geprüften Billigprodukten kommt es schlimmstenfalls zum Schwelbrand oder Kurzschluss.

Ladegeräte für den Rasierer, das Mobiltelefon oder die elektrische Zahnbürste müssen ebenfalls nicht rund um die Uhr an der Steckdose hängen - kappen Sie den heimlichen Stromfressern lieber die Stromzufuhr und freuen sich über die Ersparnis.

news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • ancobi
  • Kommentar 2
  • 11.08.2012 18:07

Manches ist bereits umgesetzt, manches ist nicht umsetzbar: Einige Flecken gehen nur bei mind. 60 Grad-Wäsche und nicht bei 30 Grad heraus. Sobald der Videorekorder komplett ausgeschaltet wird, ist jegliche Programmierung futsch und man sitzt wieder 2 Stunden zum "Neuprogrammieren" Ärger/Frust/unsinniges Stromsparen! Lieber: Wäsche an frischer Luft trocknen und nur im NÖTIGSTEN Fall den Wäschetrockner benutzen! Auch viele Küchenarbeiten sind manuell genauso effektiv wie mit (Küchen-)Maschinen.

Kommentar melden
  • peter
  • Kommentar 1
  • 11.08.2012 12:35

Mein Kühlschrank ist schon über 30 Jahre und funkioniert immer noch ein AEG eben von früher,ich spare strom indem ich vor dem stecker eine Zeitschaltuhr habe die den Kühlschrank über die Nacht einige stunden abschaltet das eisfach ist allerdings leer

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig