Pharma Celesio kommt bei Neuausrichtung voran

Celesio kommt bei Neuausrichtung voran (Foto)
Celesio kommt bei Neuausrichtung voran Bild: dpa

Stuttgart - Der kränkelnde Pharmagroßhändler Celesio hat für seine Dienstleistungstochter Movianto einen Käufer gefunden.

Wie die Stuttgarter mitteilten, will der US-amerikanische Medizin-Großhändler und Logistiker, Owens & Minor, die Celesio-Tochter für 130 Millionen Euro kaufen. Experten hatten auf einen etwas höheren Kaufpreis gehofft.

Celesio leidet seit längerem - wie andere Wettbewerber - unter dem auch von Gesundheitsreformen angetriebenen Preisdruck. Das ist der Hintergrund, vor dem Konzernchef Markus Pinger den kriselnden Pharmagroßhändler umkrempeln und zurück zu seinem Kerngeschäft führen will - dem Großhandel mit Arznei und der direkten Verbindung zu Apotheken.

Pinger, der vom Nivea-Hersteller Beiersdorf kam, ist seit August 2011 an der Führung und will Celesio neu aufstellen. «Wir sind dabei, die Veräußerung von Movianto schneller als geplant umzusetzen», sagte Pinger laut Mitteilung. Die Kehrtwende will Pinger neben dem Verkauf der unrentablen Töchter auch mit Einsparungen beim Personal erreichen.

Das Unternehmen bemüht sich nach dem nun geplanten Verkauf von Movianto derzeit neben Pharmexx auch um den Verkauf von DocMorris, die umstrittene Internet-Versandapotheke. Kauf und Integration dieser drei Unternehmensteile waren teuer und Celesio muss ihren Wert inzwischen deutlich niedriger ansetzen. Bei Pharmexx ist schon absehbar, dass Celesio nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus Übernahme und Integration wieder hereinbekommt. Pinger schloss Mitte Mai außerdem weitere Abschreibungen nicht aus.

Die aktuelle Transaktion stehe noch unter Vorbehalt verschiedener Genehmigungen, hieß es. Die Tochter gehört zur Celesio-Säule Manufacturer Solutions, die neben Movianto auch den Personaldienstleister Pharmexx beinhaltet.

Mitteilung

news.de/dpa

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