Bildung Bafög-Ausgaben auf Rekordhoch - Tipps für den Antrag

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Bafög-Ausgaben auf Rekordhoch - Tipps für den Antrag Bild: dpa

Berlin/Wiesbaden - Die Bafög-Ausgaben klettern auf Rekordhöhe. Kein Wunder: 2011 gab es 16 Prozent mehr Studienanfänger wegen doppelter Abiturjahrgänge und Abschaffung der Wehrpflicht.

Hier gibt es für Hochschulneulinge Tipps zum Bafög-Antrag.

Die Bafög-Ausgaben für Studenten und Schüler haben erstmals die Drei-Milliarden-Grenze überschritten. Bund und Länder gaben im vergangenen Jahr knapp 3,2 Milliarden Euro für die Ausbildungsförderung aus - 10,7 Prozent mehr als 2010. Als Ursache gilt der ungebremste Studienanfängerboom - mit 16 Prozent mehr Erstsemestern allein 2011.

Während die Zahl der mit Bafög geförderten Schüler 2011 um 1,5 Prozent auf 319 000 leicht zurückging, stieg die Zahl der geförderten Studenten um 8,6 Prozent auf 644 000, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag (20. Juli) in Wiesbaden mit.

Fast jeder Zweite (48 Prozent) erhielt den maximalen Förderbetrag. Er liegt für Studenten, die nicht zu Hause wohnen, derzeit bei 597 Euro. Hinzu kommen 73 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung. Im Schnitt bekamen Schüler 385 Euro und Studenten 452 Euro im Monat. 35 000 Studenten machten von der Möglichkeit Gebrauch, mit Bafög ihr Auslandsstudium zu finanzieren.

Wer als Hochschulneuling Bafög beantragen will, muss sich nicht verrückt machen. Es ist nicht schwer, den Antrag auf die Studienunterstützung vom Staat zu stellen. «Leider bekommen wir aber viele Unterlagen, die unvollständig sind», sagt Karin Larres vom Amt für Ausbildungsförderung beim Studentenwerk München. Ist der Antrag jedoch nicht komplett, kann er nicht bearbeitet werden. Und so kommt es zu Verzögerungen - gerade jetzt, wo in den Bafög-Ämtern ohnehin Hochbetrieb herrscht.

«Wir konnten den Andrang aber relativ gut abfedern», so ein Sprecher vom Amt für Ausbildungsförderung beim Studentenwerk München. Die Bearbeitung der Anträge dauere zumindest in Bayern im Schnitt nicht länger als in den Jahren zuvor. Dennoch gelte für eine schnelle Bearbeitung der Anträge: Die Mitarbeit der Studenten ist gefragt.

Larres empfiehlt vor allem, sich rechtzeitig zu informieren. Wer im Oktober anfangen will zu studieren, sollte sich schon im August mit den Details der Bafög-Förderung vertraut machen.

Zuständig für die Bewilligung von Bafög für Hochschüler sind die Studentenwerke. Infos zu der Ausbildungsförderung finden Hochschulneulinge auf den Internetseiten der Studentenwerke sowie unter der kostenlosen Hotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (0800/223 63 41). Maximal können Studenten derzeit 670 Euro vom Staat bekommen. Die Hälfte des Geldes bekommen die Studenten als Zuschuss. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen und muss zurückgezahlt werden.

«Wer das erste Mal den Antrag ausfüllt, schickt die Formulare am besten nicht per Post», sagt Larres. Stattdessen lohnt es sich, persönlich beim Studentenwerk vorbeizugehen. Denn dann könne man die Papiere zusammen mit einem Berater durchgehen und sofort feststellen, an welchen Stellen unter Umständen Dokumente oder Angaben fehlen.

Wer diese Möglichkeit nicht hat, weil er etwa vom Studienort weit entfernt wohnt, sollte beim Ausfüllen der Formulare eins beachten: «Alles, was im Antragsformular auf einen nicht zutrifft, sollte man durchstreichen», rät Larres. Viele ließen diese Stellen einfach offen. Für die Berater sei dann nicht klar, ob der Student lediglich vergessen habe, die Stelle auszufüllen oder ob dieser Punkt auf ihn nicht zutrifft.

Wer ab dem ersten Monat seines Studiums gefördert werden möchte, muss den Antrag rechtzeitig stellen, sagt Larres. Geld bekommen Studenten frühestens ab dem Monat, in dem sie den Antrag stellen. Wer also ab Oktober finanzielle Unterstützung haben will, muss spätestens in diesem Monat auch den Antrag stellen. Wird der Antrag dann erst im November bewilligt, wird das Geld jedoch rückwirkend für Oktober ausgezahlt.

Link zu den Bafög-Anträgen

news.de/dpa

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