Depot und Urlaub Damit Ihr Geld nicht ins Schwitzen kommt

Anleger sollten vor ihrem Urlaub ihr Depot absichern, um in stürmischen Börsenzeiten nicht zu viel Geld zu verlieren. (Foto)
Anleger sollten vor ihrem Urlaub ihr Depot absichern, um in stürmischen Börsenzeiten nicht zu viel Geld zu verlieren. Bild: dapd

Wer im Urlaub ist, denkt an vieles. Nur nicht an die zurückgebliebenen Geldanlagen. In unruhigen Börsenzeiten mit großen Kursverlusten sollten sich Anleger jedoch wappnen. Das Depot lässt sich mit einfachen Mitteln absichern.

Vor der schönsten Zeit des Jahres werden Haus und Garten urlaubsfest gemacht. Doch wer denkt daran, das auch mit seinem Depot zu machen? Angesichts stark schwankender Kurse in Zeiten der Bankenkrise wäre das jedoch besser. Wer die Ferien sorgenfrei genießen und nicht in der Hotellobby vor dem Computer verbringen will, sollte sein Depot absichern.

Auch wenn die Gedanken schon in die Ferne schweifen, kann der bevorstehende Urlaub der richtige Zeitpunkt sein, das Depot zu überdenken. Wichtige Fragen sind: Ist das Depot breit über verschiedene Branchen gefächert? Wie hoch ist das Risiko? Und wie sind die Werte im Einzelnen?

Anlagen auf den Prüfstand stellen

Dabei kann es sich lohnen, neben risikoreichen Aktien auch Papiere auszusortieren, die gut abgeschnitten haben. Sie zu verkaufen, bringt einen Gewinn ein, der beispielsweise die Reisekasse aufbessert. Ansonsten ist es auch möglich, die Aktien nach dem Urlaub billiger zurückzukaufen, wenn die Kurse inzwischen gesunken sind.

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Neben Aktien sollten Verbraucher auch andere Anlagen wie beispielsweise Fonds auf den Prüfstand stellen, rät Stephan Kühnlenz von der Stiftung Warentest in Berlin. Auch hier sollte sich der Anleger die Frage stellen, ob die Produkte noch zu ihm passen, ebenso die Branchen und Länder, in die er investiert hat.

Wichtig: Kurzfristige Anlagen wie Optionen oder Zertifikate sollten Kühnlenz zufolge nicht während der Abwesenheit auslaufen. In diesem Fall wäre es besser, die Laufzeit der Papiere zu verlängern oder diese zu verkaufen.

Wer sein Depot unverändert beibehalten, aber starke Kursabstürze nicht hinnehmen will, sollte sich ein Limit setzen. Das Zauberwort heißt Stop-Loss-Order. Damit kann der Anleger festlegen, ab welchem Preis die Aktie verkauft werden soll.

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Wie hoch die Verlustbremse angesetzt werden soll, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt davon ab, zu welchem Preis die Aktie gekauft wurde und wie viel Verlust verkraftet werden kann. Zudem lohnt ein Blick darauf, wie stark ein einzelnes Papier schwankt. Zwischen 8 bis 12 Prozent vom aktuellen Kurs sollte die Stop-Loss-Order schon platziert werden.

Augen auf bei Limitorder

Umgekehrt gibt es die Stop-Buy-Order, bei der automatisch Aktien gekauft werden, sobald ein bestimmter Kurs überschritten ist. Der Anleger geht auf Nummer sicher, dass er bei einem unerwartet hohen Kursanstieg dabei ist, weil er rechtzeitig gekauft hat.

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts sind die Limitorder beschränkt gültig. Nach Ablauf der Frist muss der Auftrag erneuert werden. Wichtig ist es für den Anleger, dass das Limit bis zum Ende seines Urlaubs gültig ist. Für die begrenzten Aufträge verlangen die Banken eine Gebühr.

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Apropos Gebühren: Die sollten die Anleger bei jeder Umschichtung im Blick haben. Denn sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf einer Aktie bekommen die Banken eine Provision in Höhe von einem Prozent des Kurswertes - Direktbanken sind in der Regel günstiger. Zudem bekommt der Kursmakler an der Börse eine Courtage.

sca/loc/news.de

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