Stylingtipps Den Bürosommer modisch meistern

Keine Flip-Flops am Arbeitsplatz: Wer solche Schuhe auswählt, erweckt beim Chef den Eindruck, sich keine Mühe mit seiner Garderobe zu geben. (Foto)
Keine Flip-Flops am Arbeitsplatz: Wer solche Schuhe auswählt, erweckt beim Chef den Eindruck, sich keine Mühe mit seiner Garderobe zu geben. Bild: dpa

Die meisten Bundesbürger würden die heißen Sommertage lieber am Strand verbringen, als im Büro zu schwitzen. Doch Flipflops und Bermudas sind am Arbeitsplatz auch bei Hitze tabu. Mit den Dresscode-Tipps von news.de sind Sie für sommerliche Temperaturen bestens gerüstet.

Grundsätzlich gilt: Wer im Job viel mit Kunden zu tun hat und sein Unternehmen nach außen repräsentiert, darf sich auch bei 30 Grad Sommerhitze nicht beliebig luftig kleiden. Der Bekleidungsknigge hat die Faustregel parat: Je höher die eigene Position im Unternehmen, umso dunkler muss das Outfit sein. In einer Bank oder Versicherungsagentur ist für Herren ein dunkler Anzug inklusive Krawatte also Pflicht. In kreativen Jobs sind die Regeln mitunter weniger streng, doch auch hier werden Strandoutfits mindestens mit einem Naserümpfen quittiert.

Bei sommerlichen Temperaturen muss das kurzärmlige Hemd unbedingt im Schrank bleiben – Stilexperten und Vorgesetzte heben sonst mahnend den Zeigefinger. Einziges Zugeständnis: Außerhalb von Kundenterminen dürfen die langen Ärmel hochgekrempelt, die Krawatte gelockert werden. Vorsicht auch bei farbigen Oberhemden – hier werden Schweißflecken schneller sichtbar. Dann hilft auch in der ärgsten Sommerhitze nur noch, ein Jackett überzuziehen. Weiße Oberhemden aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Leinen-Gemisch tragen sich angenehm kühl auf der Haut und sind optisch auch für die Führungsetage die beste Wahl.

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Weibliche Angestellte haben es etwas leichter. Trotzdem lautet die Devise: Keine nackte Haut im Büro! Bauchfreie Tops mit Spaghettiträgern bleiben ebenso wie Miniröcke dem Feierabend vorbehalten. Im Büro irritiert ein zu freizügiges Sommeroutfit nicht nur die Kunden, sondern mitunter auch die Kollegen.

Die richtige Wahl sind leichte Kostüme oder Hosenanzüge aus luftiger Baumwolle oder Leinen, die Farbpalette darf von Pastelltönen bis zu dunklen Farben reichen. Blusen sind okay, sofern sie die Schultern bedecken und einen Ärmelansatz haben. Transparente Oberteile sind nicht bürotauglich - es sei denn, ein darunter getragenes Top verhindert tiefere Einblicke. Apropos tiefere Einblicke: Selbst wenn die Sommerhitze noch so sehr drückt, aufreizende Dekolletés gehören weder im Juli noch im Dezember zu einem bürotauglichen Outfit.

In gehobenen Positionen sind nackte Beine und zu kurze Röcke tabu, in anderen Jobs mitunter ein Fall für die Stilpolizei. Maximal eine Handbreit über dem Knie darf der Rocksaum enden, Feinstrumpfhosen sind bei jeder Temperatur ein Muss. Wer sich morgens schon für den Feierabend kleidet, erntet vom konservativen Chef garantiert schiefe Blicke. Lassen Sie also lieber keine Bikiniträger unter der Bluse hervorblitzen oder verbannen Sie den Strandlook gleich ganz in die Freizeit.

Beim Schuhwerk sind Arbeitnehmer ebenfalls an Vorgaben gebunden. Geschlossenes Schuhwerk ist für Herren im Sommer wie im Winter Pflicht, passende Strümpfe ebenso. An heißen Tagen sind leichte Baumwollstrümpfe ideal. Alternativen zum dunklen Lederschuh sind Loafers oder Mokassins in edler Ausführung – letztere dürfen auch ohne Strümpfe getragen werden. Für die Herren sind Flipflops ebenso tabu wie für die Damenwelt – auch wenn die Füße noch so ansehnlich pedikürt sind. Pumps, Ballerinas oder Slingpumps sind die beste Wahl - Hauptsache, die Zehen sind nicht sichtbar.

Wer sich unsicher ist, welches Outfit für sommerliche Temperaturen im Job angebracht ist, sollte sich nicht scheuen, seinen Vorgesetzten zu fragen. Denn damit signalisiert der Arbeitnehmer, dass er seinen Job ernst nimmt und zum Ansehen des Unternehmens positiv beitragen möchte – egal, ob er neu in der Firma ist oder schon länger dort arbeitet.

loc/sca/news.de/dpa

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