Geld anlegen Wann platzt die Goldblase?

Gold gilt als krisensichere Anlage. Doch auch das Edelmetall hat seine Tücken. (Foto)
Gold gilt als krisensichere Anlage. Doch auch das Edelmetall hat seine Tücken. Bild: dpa

Wer sein Geld in Gold steckt, kann auf eine verlässliche Anlage bauen. Ein Totalverlust ist nahezu ausgeschlossen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Anlage gibt es Tipps, die Gold wert sind.

Es vergeht kein Abend, an dem im Fernsehen auf die Vorzüge von Gold aufmerksam gemacht wird. Der Wesentlichste: Beim Edelmetall besteht keine Gefahr eines kompletten Verlustes des eingesetzten Kapitals. Anders als bei Anleihen oder Zertifikaten, die durch eine Insolvenz quasi wertlos werden. Und Gold hat auch einen materiellen Wert.

Doch die glänzende Währung hat auch Nachteile. Für den Goldbarren gibt es keine Zinsen oder Dividenden - einzig der Goldpreis entscheidet über Gewinn oder Verlust. Wegen des Kursrisikos hat Gold deshalb einen spekulativen Charakter. Auch wenn der Wert derzeit hoch und stabil ist, geben Verbraucherschützer zu bedenken, dass keiner den Kurs vorhersehen kann. Zudem gibt es ein Währungsrisiko für Deutsche oder andere Euroländer, da das Edelmetall an den internationalen Börsen in US-Dollar gehandelt wird.

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Die Last mit dem Gold

Wer sein Geld in Gold eintauscht, hat die Möglichkeit, sich entweder Barren oder anerkannte Münzen wie Britannia, Eagle, Krügerrand oder Maple Leaf anzuschaffen. Der Kauf von Goldstücken ist für Privatanleger allerdings schwierig.

Einerseits müssen sie einen Aufschlag auf den aktuellen Kurs zahlen. Je kleiner die Stückelung, desto höher die Gebühr. Andererseits stellt sich die Frage: Wo soll das Gold gelagert werden? Es auf einem Bankkonto zu deponieren, bringt zusätzliche Kosten. Geschweige denn, sich für die eigenen vier Wände einen Safe zu besorgen.

Gold indirekt anlegen

Eine Alternative wäre es, am Kapitalmarkt in Goldaktien, Goldfonds oder Goldzertifikate zu investieren. Goldzertifikate, die an der Börse gehandelt werden, bilden die Entwicklung des Goldpreises nach. So haben Anleger an der Wertentwicklung des Goldes teil, ohne tatsächlich Gold besitzen zu müssen.

Doch Vorsicht: Anleger sparen sich zwar die Lagerkosten für das Edelmetall, sind jedoch dem Emittentenrisiko - also der Gefahr, dass der Herausgeber des Zertifikats pleitegeht - ausgeliefert. Das käme einem Totalverlust gleich.

Wer eine andere Möglichkeit sucht, in Gold zu investieren, kann in Goldfonds und Goldaktien fündig werden. Hier bringt sich der Anleger direkt bei den Goldminen oder Fördergesellschaften ein. Investoren müssen dabei jedoch bedenken, dass der Kurs solcher Papiere zwar vom Goldpreis bestimmt wird, aber dennoch erheblich von der Entwicklung des Goldpreises abweichen kann. Beispielsweise wenn das Unternehmen unrentabel wirtschaftet. Zudem sind die Goldminenaktien im Allgemeinen recht risikoreich, weil ihre Kurse meist stärker schwanken als der Goldpreis.

sca/loc/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • tommyrasmussen
  • Kommentar 2
  • 01.08.2012 09:01

Wolfram-Gold entdeckt: http://www.youtube.com/watch?v=ZKczs-7BFRI Weil es ca. 45 Mal mehr Papier- als reales Gold auf der Welt gibt, muss man sich vor Goldmünzen- und speciel Goldbarren- Fälschungen mit Wolfram- Kern in acht nehmen. Das kann man am besten mit einem sehr starken NEODYME - Magneten für ca. 5 Franken tun - ( z.B. in Conrad Geschäften erhältlich ) Wolfram ist sehr schwach magnetisch. Mit einem normalen Magneten kann man Wolfram nicht nachweisen. Gold, Kupfer und auch Silber sind nicht, auch nicht schwach magnetisch. Man kann allerdings mit einem sehr starken Magneten in jedem e

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  • Dietmar
  • Kommentar 1
  • 27.06.2012 08:16

Die Zinsen auf Papiergeld kann man getrost vergessen. Und wenn der Euro chrast, ist alles weg. Dann lieber Gold, Gold ist seit tausenden von Jahren die sicherste Währung.

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