Spielwaren Spielehersteller Tipp-Kick profitiert von Fußball-EM

Villingen-Schwenningen - Die Fußball-Europameisterschaft beschert dem Spielehersteller Tipp-Kick bereits vor dem Anpfiff volle Auftragsbücher.

Spielehersteller Tipp-Kick profitiert von Fußball-EM (Foto)
Spielehersteller Tipp-Kick profitiert von Fußball-EM Bild: dpa

Die Nachfrage ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, sagte Geschäftsführer Mathias Mieg in Villingen-Schwenningen der Nachrichtenagentur dpa.

Unerwartet viele Fußballfans würden derzeit zu Kunden. Dies betreffe vor allem Deutschland. Tipp-Kick verzeichne zweistellige Zuwachsraten. Die Produktion sei daher hochgefahren worden. Mit weiterem Wachstum rechne das Familienunternehmen, wenn die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine am 8. Juni startet.

«Wir haben nicht mit einem derart deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen gerechnet, weil Polen und die Ukraine vom Gefühl her weit weg sind», sagte Mieg. Die Geschäfte liefen nun unerwartet gut. «Immer, wenn eine Meisterschaft ansteht und der Fußball zum großen Thema wird, spüren wir dies beim Auftragseingang», sagte Mieg. «In Jahren ohne Meisterschaft verkaufen wir im Schnitt 30 000 bis 40 000 Spiele, in einem EM-Jahr steigert sich das auf bis zu 60 000 Spiele.»

Getoppt werde dies nur in Jahren mit einer Fußball- Weltmeisterschaft. In diesen gingen 60 000 bis 80 000 Spiele über den Ladentisch. Rekord war das WM-Jahr 2006 in Deutschland mit mehr als 200 000 verkauften Tipp-Kick-Spielen. «Damals haben wird den legendären Rekord meines Großvaters aus dem WM-Jahr 1954 mit 180 000 Spielen geknackt», sagte Mieg. Wie die Verkaufszahlen in diesem Jahr genau aussehen, ließe sich derzeit noch nicht konkret sagen.

Beim Tipp-Kick-Spiel treten kleine Zink-Männchen mit einem Knopf auf dem Kopf auf einem Miniatur-Spielfeld gegeneinander an. Wird der Knopf gedrückt, bewegt sich das Bein und tritt gegen den Ball. Das Familienunternehmen Edwin Mieg mit Sitz in Villingen-Schwenningen hat seit 1924 die alleinigen Rechte an dem populären Spiel.

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news.de/dpa

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