Inflation Preissteigerungen ja, aber nur mäßig

Energiekosten heizen Inflation weiter an (Foto)
Vor allem die gestiegenen Energiepreise halten die Inflationsrate über zwei Prozent. Bild: dpa/Andreas Gebert/Archiv

Nachdem die Inflationsrate für den April nach oben korrigiert werden musste, beruhigt der Bundesbankchef die Gemüter. Eine höhere Teuerungsrate werde nicht akzeptiert, Bürger müssten allenfalls mit leicht ansteigenden Preisen rechnen.

Bundesbankchef Jens Weidmann hat die Angst vor einer wachsenden Inflation in Deutschland gedämpft. «Halten wir uns an unsere Prinzipien, dann besteht auch keine Gefahr, dass die Inflation aus dem Ruder läuft», sagte Weidmann der Bild-Zeitung. Gleichzeitig wies er Spekulationen zurück, die Bundesbank werde in Zukunft eine höhere Teuerungsrate akzeptieren. Das sei eine «absurde Diskussion», sagte er der Süddeutschen Zeitung. Die Haltung der Bundesbank habe sich nicht verändert. «Die Bürger können sich auf die Wachsamkeit der Bundesbank verlassen», erklärte Weidmann.

Aus Sicht von Commerzbank-Experten lassen die steigende Kapazitätsauslastung der deutschen Wirtschaft und der dadurch angeschobene stärkere Lohnanstieg jedoch befürchten, dass die Verbraucherpreise auch mittelfristig um mehr als 2 Prozent pro Jahr steigen werden: «Da die EZB aus Rücksicht auf die Probleme der Peripherieländer auf diese Risiken in Deutschland wohl nicht reagieren wird, dürfte die Inflation langfristig höher ausfallen als im letzten Jahrzehnt.»

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Der Chef der deutschen Notenbank erwartet in Deutschland allenfalls leicht höhere Preise. «Als Teil des Eurosystems ist es unser Mandat, die durchschnittliche Inflationsrate im Euroraum bei knapp zwei Prozent zu halten. Das kann im Einzelfall aber auch bedeuten, dass die Inflation in Deutschland zeitweise über dem Durchschnitt und gleichzeitig in anderen Euroländern unter dem Durchschnitt liegt,» sagte Weidmann der Süddeutschen Zeitung. Im Euroraum insgesamt dürfte die Teuerung nach Einschätzung der EZB in diesem Jahr über der Warnschwelle von zwei Prozent liegen.

Mehr Kosten für Energie und Kraftstoff

Hierzulande sind die Verbraucherpreise sind im April im Jahresvergleich erneut um mehr als zwei Prozent gestiegen. Das Statistische Bundesamt korrigierte an diesem Freitag seine vorläufigen Angaben zur Inflationsrate um 0,1 Prozentpunkte nach oben. Danach stiegen die Verbraucherpreise im April wie im Vormonat auf Jahressicht um 2,1 Prozent an. Damit liege die Inflationsrate seit Februar 2011 konstant über der Zwei-Prozent-Marke, erklärten die Statistiker.

Preistreiber Nummer eins war die Energie. Insgesamt stiegen die Energiepreise im Jahresvergleich um 5,8 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die jährliche Teuerung im April bei 1,5 Prozent gelegen. Besonders stark ziehen weiterhin die Preise für Kraftstoffe an: Superbenzin verteuerte sich binnen Jahresfrist um 7,0 Prozent, Diesel um 4,5 Prozent. Gegenüber dem März erhöhten sich die Spritpreise im April um 1,2 Prozent und erreichten einen neuen Höchststand, wie die Statistiker errechneten.

Deutlich weniger müssen die Bundesbürger dagegen für Bildung ausgeben. Der Rückgang um 16 Prozent sei vor allem auf die Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zurückzuführen, hieß es.

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  • Pazifiko
  • Kommentar 3
  • 21.08.2013 18:31

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  • Iason
  • Kommentar 2
  • 14.05.2012 18:35

Wer diesem Scharlatan glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann!

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  • Pazifiko
  • Kommentar 1
  • 11.05.2012 20:15

Machen wir uns doch nichts vor: Viele Unternehmen und vorweg die Banken schmarotzen ohne Ende!

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