JPMorgan Chase US-Bank verzockt zwei Milliarden Dollar

JPMorgan Chase verzockt sich: 2 Milliarden Dollar futsch (Foto)
JPMorgan Chase verzockt sich: 2 Milliarden Dollar sind futsch. Bild: dpa/Justin Lane/Archiv

Das war wohl zu riskant: Die US-Großbank JPMorgan hat wegen Fehlentscheidungen und Schlampereien sage und schreibe zwei Milliarden Dollar eingebüßt. Und das innerhalb der vergangenen sechs Wochen. Das Unternehmen bemüht sich um Aufklärung.

Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat sich kräftig verspekuliert. Das Wall-Street-Institut hat seit Anfang April rund 2 Milliarden Dollar oder umgerechnet 1,5 Milliarden Euro bei riskanten Finanzwetten verloren. Bankchef Jamie Dimon sah sich am späten Donnerstag (Ortszeit) gezwungen, persönlich die Anleger zu informieren. Die Verluste seien selbstverschuldet, sagte er in einer eilig anberaumten Telefonkonferenz.

Er sprach von «ungeheuerlichen Fehlern», Schlampereien und falsche Entscheidungen. Derzeit werde untersucht, wie es genau dazu kommen konnte. «Das ist nicht die Art, wie wir unser Geschäft betreiben wollen», erklärte Dimon.

Der Bankchef musste einräumen: «Es kann noch schlimmer werden.» Denn die Finanzwetten laufen weiter. Die Bank will nicht überhastet aus den Geschäften aussteigen und damit noch größere Verluste riskieren. Für die verantwortliche Sparte der Bank sagte Dimon einen Verlust von 800 Millionen Dollar im laufenden Quartal voraus.

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Keine Details zu Finanzwetten

Die Börsianer reagierten geschockt. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 6 Prozent und zog dabei auch andere Banktitel in den Keller. «Wir werden das lösen», versicherte Dimon. Er lehnte es mehrfach ab, die Details der problematischen Finanzwetten offenzulegen.

Derartige Fehlschläge sind die Börsianer von JPMorgan Chase nicht gewohnt. Die New Yorker Bank ist das bestverdienende Kreditinstitut der Vereinigten Staaten und war fast ohne Blessuren durch die Finanzkrise gesteuert. Im ersten Quartal lag der Gewinn bei unterm Strich 5,4 Milliarden Dollar.

zij/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Paul Herchenbach
  • Kommentar 1
  • 11.05.2012 16:36

Die verzocken doch Kundengelder,aber keine Sorge der Staat wird Sie schon unterstützen,wenn`s schief geht;genau wie hier !!!

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