Unfallrente für Kinder Für den Notfall abgesichert

Unfallrente (Foto)
Im Falle eine Unfalls mit weitreichenden Folgen wie einer Invalidität von mehr als 50 Prozent, zahlt die Unfallrentenversicherung eine monatliche Rente. Bild: iStockphoto

Spielen, Toben, Raufen - das gehört zum Kindsein einfach dazu und verursacht meist nur blaue Flecken, Beulen oder Schürfwunden. Doch manchmal passieren Unfälle mit dramatischen Folgen. Wer seinen Nachwuchs gut abgesichert wissen will, sollte eine Unfallrentenversicherung abschließen.

Die Unfallrentenversicherung zahlt ab einer unfallbedingten Invalidität von 50 Prozent oder mehr eine monatliche, lebenslange Rente. Je nach Vereinbarung und Gliedertaxe wird zusätzlich eine einmalige Leistung gewährt.

Die Gliedertaxe dient der Beurteilung des Invaliditätsgrades. Danach berechnet sich die Höhe der Versicherungsleistung. Wer einen Finger verliert, wird mit fünf Prozent Invalidität eingestuft. Der Verlust eines Armes bedeutet 70 Prozent Invalidität. Schwer invalide ist ein Kind auch, wenn es ein Auge verloren hat. Für die Versicherung bedeutet das: Der Verlust eines Fingers löst noch keinen Schutz durch die Unfallrentenversicherung aus, Amputationen von Arm oder Auge schon.

Für wen lohnt sich die Police?

Eine Unfallrentenversicherung ist immer eine gute Wahl - besonders für Kinder. Sollten Unfälle beim Spielen, Toben oder Raufen dramatische Folgen wie eine lebenslange Behinderung nach sich ziehen, ist das Kind beziehungsweise die Familie finanziell abgesichert. Zusätzliche Kosten etwa für eine Haushaltshilfe, regelmäßige Betreuung, den behindertengerechten Wohnungsumbau oder für den Lebensunterhalt werden durch die Police abgedeckt.

Wer für seinen Nachwuchs eine Unfallrentenversicherung abschließen möchte, sollte auf die Bedingungen achten. Wichtig ist der Grad der Invalidität, die der Versicherer dem Kunden zubilligt. Vergleichen lohnt, denn mitunter hat ein Versicherer bessere Gliedertaxen im Angebot als andere Anbieter.

Ein wichtiger Punkt ist zudem die Mindestversicherungssumme. Die Höhe der Rente können die Versicherungsnehmer festlegen. Da die private Unfallrente das Einkommen ersetzt, sollten mindestens 1000 Euro im Monat mit ihr abgedeckt sein. Maximal 3000 Euro monatlich festgelegte Unfallrente sind möglich.

Nachdem der Grad der Gesundheitsschädigung feststeht, zahlt die Versicherung bei über 50 Prozent Invalidität - und zwar rückwirkend. Erst wenn eine erneute ärztliche Untersuchung einen geringeren Invaliditätsgrad feststellt, werden die Rentenzahlungen gestoppt.

Ein guter Vertrag ist zudem mit einer Progression ausgestattet. Das bedeutet, die Beitragszahlungen werden nach einem festgelegten Zeitintervall angepasst. Dadurch steigen die möglichen Rentenzahlungen Jahr für Jahr. Wird die finanzielle Belastung der Beitragszahlungen jedoch zu hoch, kann der Kunde aus der sogenannten Dynamikvereinbarung jederzeit aussteigen.

Auch Kombi-Angebote aus Unfall- und Unfallrentenversicherung sind  möglich. Laut Stiftung Warentest gibt es besonders beitragsgünstige Angebote von der Baden Badener, Europa, CosmosDirekt und WGV Schwäbische Allgemeine. Los geht es ab etwa 100 Euro im Jahr.

Alternative Versicherung

Eine weitere Möglichkeit, Vorsorge zu treffen, ist die Kinderinvaliditätsversicherung. Der Vorteil: Sie zahlt auch, wenn die Invalidität durch andere Gründe verursacht wird als durch einen Unfall. Allerdings sind die Beträge auch deutlich höher.

Wer eine solche Police abschließen will, kann aus verschiedenen Modellen wählen. Manche Versicherungen zahlen einmalige Summen, andere wiederum zusätzlich eine monatliche Rente, notfalls lebenslang.

rzf/kru/news.de

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