Preise Chinas Inflation steigt wieder stärker

Peking - Die Inflation ist in China wieder stärker als erwartet gestiegen. Angetrieben von den Nahrungsmittelpreisen legte der Verbraucherpreisindex im März um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt in Peking berichtete.Der Zuwachs verengt den Spielraum der Zentralbank, die Geldpolitik zu lockern, um die nur noch langsamer wachsende Wirtschaft anzukurbeln.

Chinas Inflation steigt wieder stärker (Foto)
Chinas Inflation steigt wieder stärker Bild: dpa

Allerdings liegen die Preissteigerungen noch im Rahmen des Inflationszieles der Regierung von vier Prozent.

Für das ganze erste Quartal ergibt sich ein Zuwachs der Inflation um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein die Lebensmittelpreise stiegen im März wieder um 7,5 Prozent. Im Februar hatten die Verbraucherpreise nur um 3,2 Prozent zugelegt. Immerhin fielen die Erzeugerpreise im März um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde könnte sich im ersten Quartal auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren verlangsamt haben. Die genauen Zahlen will das Statistikamt am Freitag vorlegen. Nach vorläufigen Angaben der einflussreichen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) dürfte die Wirtschaft im ersten Quartal nur um 8,4 Prozent gewachsen sein - so wenig wie zuletzt nach Ausbruch der globalen Finanzkrise in der ersten Jahreshälfte 2009.

Damit wird China als Wachstumsmotor weniger zur Ankurbelung der schwächelnden Weltkonjunktur beitragen können. Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat für dieses Jahr allerdings ohnehin nur 7,5 Prozent Wachstum als Ziel vorgegeben. Im vierten Quartal 2011 lag das Wachstum bei 8,9 Prozent.

Eine eventuelle Lockerung der Geldpolitik dürfte nach Ansicht von Experten wohl zunächst über die Mindestanforderungen für das Kapital der Banken erfolgen. Mit dem Rückgang der Inflation im vergangenen Jahr hatte die Zentralbank im November und Februar schon zweimal die Kapitalanforderungen heruntergeschraubt.

news.de/dpa

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