Geld anlegen Die besten Alternativen zur Aktie

Geld anlegen (Foto)
Kein Bock auf Spekulationen an der Börse? Dann sind das die Alternativen. Bild: dpa

Das Ersparte in Aktien investieren - nach der Wirtschaftskrise trauen sich das nur noch Wagemutige. Und wie soll das angelegt werden, was noch erspart werden muss? Hier die besten Alternativen zum Aktienmarkt im Überblick.

Tagesgeld und Festgeld

Eine sichere Variante ohne jedes Risiko: Tages- und Festgeldkonten. Zudem fällt die Rendite des angelegten Geldes oft höher aus als bei einem normalen Sparbuch. Mehr als zwei Prozent beträgt der Jahreszins im Schnitt laut Stiftung Warentest bei Tagesgeldkonten. Anders als bei Festgeldern kann der Zinssatz nach unten korrigiert werden. Doch um neue Kunden zu locken und bestehende zu halten, versuchen die Institute (meist Direktbanken), diesen konstant zu halten. Vorteil: Wenn einmal Geld benötigt wird, kann man täglich darüber verfügen.

Festgelder hingegen sind Einmalanlagen mit einem Zinssatz, der für die vereinbarte LaufzeitDie Laufzeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Kreditaufnahme bis zur kompletten Tilgung der Schuld. garantiert wird. Meist werden Festgelder für Laufzeiten ab 30 Tagen bis hin zu einem Jahr angeboten. Der Zins wird am Ende der Laufzeit fällig. Kurzfristige Festgelder haben gegenüber Tagesgeldkonten den Vorteil eines besseren Zinssatzes. Derzeit liegt er im Schnitt bei vier Prozent. Dafür ist das Geld nicht so schnell verfügbar. Wichtig: Festgelder müssen in der Regel einige Tage vor Fälligkeit gekündigt werden. Ansonsten kann die Bank das Geld zu den aktuellen und vielleicht schlechteren Konditionen für die gleiche Laufzeit wieder anlegen.

Börsenkrise
Die Gesichter des Crashs

Beide Geldkonten haben einen entscheidenden Sicherheitsfaktor: Sie sind in der Europäischen Union durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Das heißt, die Obergrenze beträgt 100.000 Euro, die zu 100 Prozent abgesichert ist.

Bundeswertpapiere

Auch die Bundesrepublik bietet Sparfüchsen Anlagemöglichkeiten: Bundesanleihen und Bundesobligationen, Schatzanweisungen, Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze sowie Tagesanleihen des Bundes zählen zum Anlagekatalog. Während Finanzierungsschätze eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren haben, ist diese bei Tagesanleihen unbegrenzt. Auch bei der Art der Verzinsung, der Verfügbarkeit und der Mindestanlage gibt es große Abweichungen. Genauere Informationen zu den aktuellen Konditionen finden Sparer unter bundeswertpapiere.de.

Eines vorweg: Die Renditen sind selbst bei langen Laufzeiten kaum besser als bei Tagesgeldern.

Anleihen

Zinsen bekommen Sparer nicht nur, wenn sie ihr Geld in Bundesanleihen oder Anleihen anderer Staaten stecken. Es gibt auch die Möglichkeit, über Anleihen in Unternehmen eine gute Rendite zu bekommen. Doch hier gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Eine höhere Rendite bedeutet erfahrungsgemäß mehr Risiko.

Vor allem bei Unternehmensanleihen haben Geldanlageprofis eine Faustregel etabliert, die Anleger beherzigen sollten: Aktien und Anleihen eines Unternehmens sollten nur gekauft werden, wenn man auch das Unternehmen als Ganzes kaufen würde. Nur wenn das Geschäftsmodell im Großen verständlich und überzeugend ist, sollten Sparer über Anleihen auch im kleinen Stil investieren.

Im Internet geben Börsenportale und Direktbanken in der Regel die Rendite zu Anleihen an, die der Kunde aktuell erzielen würde, wenn er die Bonds kaufen und bis zur Endfälligkeit halten würde. Stiftung Warentest empfiehlt beispielsweise die Internetseite boerse-stuttgart.de. Hier finden potenzielle Anleger zudem nützliche Angebote wie Anleihefinder und Renditerechner.

Versicherungen

Versicherungslösungen gehören zu den beliebtesten Anlagemodellen der Deutschen für die Altersvorsorge. Vorteil: Der Anleger weiß genau, womit er rechnen kann. Versicherungen sind vor allem eine gute Wahl, wenn der Staat durch eine Förderung die Rendite treibt - beispielsweise beim Riester-Modell. Das ist ein Schutz vor Inflation.

Auf den ersten Blick ist die Rendite nicht gerade lukrativ: 1,75 Prozent Mindestzins bieten die Rentenversicherer ihren Kunden heute. Hinzu kommen aber Überschussbeteiligungen, die die monatliche Rente später erhöhen sollen. Um bis zu 70 Prozent.

Der große Nachteil dieser Vorsorge: Der Versicherte sollte nur einen Vertrag abschließen, den er dauerhaft besparen kann. Wer vorzeitig aussteigt, bleibt auf den Kosten sitzen.

sca/ham/rzf/news.de

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Umfrage
Hier an weiteren Umfragen teilnehmen!
Ohne Moos nix los
KöNNEN SIE SICH EIN LEBEN OHNE GELD VORSTELLEN?

news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige