Liebeskummer Gefühlschaos als Karrierezünder?

Liebeskummer (Foto)
Sich auf die Arbeit zu konzentrieren, kann über den Trennungsschmerz helfen - und die Kariere anschieben. Bild: iStockphoto

Die Trennung vom Partner schmerzt. Die Gedanken kreisen den ganzen Tag - auch im Büro. Sich auf die Arbeit zu konzentrieren, fällt schwer. Doch ein gebrochenes Herz kann auch für den nötigen Karriereschub sorgen. Wie, das verrät news.de.

Liebeskummer ist ein schlechter Begleiter, besonders im Berufsalltag. Doch auf Privates kann im Job meist keine Rücksicht genommen werden. Hier zählt Leistung. Private Probleme haben dabei nichts zu suchen.

Wer mit dem Schlussstrich schlecht klar kommt, kann die Arbeit als Chance sehen und sie als Ablenkung begreifen. Mitunter hilft der Büroalltag sogar, das eigene Selbstbewusstsein wieder aufzupolieren. Die Routine im Job ist dabei besonders wichtig. Vor allem wenn die Arbeit einen fordert, ist sie das beste Allheilmittel gegen Liebeskummer.

Kummer in positive Bahnen lenken

Das Positive daran: Wer sich stärker auf die Arbeit konzentriert, kurbelt die eigene Karriere an. Denn das Liebesaus schafft neuen Raum und bietet die Möglichkeit, sich dem Beruf mit einer anderen Intensität zu widmen. So lässt sich die freie Zeit statt für Zweisamkeit für Weiterbildungsangebote nutzen. Neue Projekte können angestoßen und der Karriere förderliche Überstunden gemacht werden. Dabei sollten sich Betroffene allerdings realistische Ziele setzen. Stellen sich erhoffte Erfolge nicht ein, kann das das Selbstbewusstsein noch mehr belasten.

Liebeskummer
Erste Hilfe bei gebrochenem Herz

Besser ist es, mit kleinen Zielen Fortschritte zu machen. Wer etwa sein Business-Englisch auffrischen möchte, setzt sich Wochenziele - etwa wie viele Vokabeln er in sieben Tagen lernen möchte. Ist das Ziel erreicht, gibt es eine kleine, selbstgewählte Belohnung. Um das Selbstbewusstsein aufzupäppeln, hilft es auch, eine Besprechung vorzubereiten oder eine Präsentation zu halten - vielleicht im neuen, verhandlungssicheren Englisch.

Halt bei den Kollegen

Private Probleme bleiben bei der Arbeit selten unbemerkt. Kollegen können schon mit floskelhaften Sprüchen wie «die Zeit heilt alle Wunden» dem Betroffenen eine Stütze sein. Gut tut auch, dem Trauernden zu vermitteln, dass er von seinen Kollegen geschätzt wird. Das gibt ihm Halt.

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Doch Vorsicht: Private Probleme können auf lange Sicht für reichlich Konfliktpotential sorgen. Die Arbeitsleistung des Betroffenen und die seiner Kollegen sollte möglichst nicht leiden. Dazu gehört auch, die Probleme nicht zu lange zu thematisieren und andere dadurch zu stören.

Den Chef einweihen, wenn man nicht weiter weiß

Es ist zu empfehlen, die Kollegen in der Mittagspause oder nach der Arbeit einzuweihen. Wer ein gutes Verhältnis zu allen Kollegen hat, sollte möglichst niemanden ausschließen, denn das könnte innerhalb des Teams leicht zu Irritationen führen.

Wer bemerkt, dass er vor lauter Kummer seine Arbeit überhaupt nicht schafft, muss das Gespräch mit dem Chef suchen. Wichtig: die realistische Selbsteinschätzung. Ein guter Vorgesetzter hat Spielräume, die er nutzen kann. Eine Möglichkeit ist, den Angestellten für eine bestimmte Zeit von der Verantwortung oder einem wichtigen Projekt zu entbinden. Nach überwundener Krise kann der Mitarbeiter wieder voll einsteigen. Zu beachten ist: Sich dem Chef anzuvertrauen, setzt ein Vertrauensverhältnis voraus.

Gut zu wissen: So sehr das Aus schmerzt und psychisch kaum zu ertragen ist - ein Grund, nicht zur Arbeit zu erscheinen, ist das nicht. Sonderregeln gibt es nur für Ausnahmesituationen etwa wenn der Partner stirbt. Der Arbeitnehmer kann sich laut Paragraph 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs mehrere Tage freistellen lassen. In vielen Tarifverträgen gibt es zudem spezielle Regelungen für solche Sonderfälle.

rzf/sca/news.de

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