FBI vs. Finanzbetrüger Michael Douglas jagt Wall-Street-Verbrecher

Das FBI kämpft gegen Finanzbetrüger - und bekommt Hilfe von Hollywood-Star Michael Douglas, der im Kassenschlager Wall Street den ruchlosen Finanzhai Gordon Gekko spielte. War Gekkos Motto noch «Gier ist gut», ruft Douglas nun zur Jagd auf Wertpapier-Betrüger und Insider-Händler auf.

Hollywood-Superstar Michael Douglas (Foto)
Hollywood-Superstar Michael Douglas will dem FBI unter die Arme greifen. Bild: dpa

«Der Film war erfunden, aber das Problem ist real», sagt Douglas in dem eine Minute langen Spot, der vor allem auf den amerikanischen Wirtschaftssendern CNBC und Bloomberg TV laufen soll. Ziel ist es, Hinweisgeber zu ermuntern, sich ans FBI zu wenden. «Unsere Wirtschaft ist in immer stärkerem Maße vom Erfolg und der Integrität der Finanzmärkte abhängig. Wenn ein Geschäft zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es vermutlich genau das.»

Das FBI und die Staatsanwaltschaft von Manhattan verschärfen damit ihren Kampf gegen Wall-Street-Betrüger. Ganze Insider-Ringe sind schon aufgeflogen. Prominentestes Beispiel ist der milliardenschwere Hedge-Fonds-Gründer Raj Rajaratnam, der zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. Er hatte nach Überzeugung einer Jury Tippgeber in börsennotierten Unternehmen sitzen, die ihn mit Interna versorgten. Mit diesem Insider-Wissen spekulierte er dann an der Börse und strich Millionengewinne ein.

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240 Personen im Visier des FBI

Insider-Handel ist verboten, weil er andere Anleger benachteiligt. Allerdings ist nur schwer nachweisbar, ob ein Spekulant sich beispielsweise geheime Geschäftszahlen oder Informationen über eine anstehende Übernahme erschlichen hat. Das FBI setzte im Fall Rajaratnam Methoden wie beim organisierten Verbrechen ein: Es zeichnete Telefonate auf. Diese Mitschnitte brachten auch eine ganze Reihe an Informanten in Bedrängnis.

Momentan habe das FBI rund 240 Personen im Visier, darunter Hedge-Fonds-Händler und Tippgeber aus Unternehmen, sagte der leitende FBI-Agent David Chaves dem Wall Street Journal. Bei der Hälfte davon seien die Beweise so stark, dass die Ermittler die Fälle vorantreiben. Seit Ende 2009 kam es bereits zu 66 Anklagen, in 59 Fällen folgten Verurteilungen oder die Finanzjongleure gestanden ihre Taten unter der Beweislast.

jag/zij/news.de/dpa

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