Einschulung Die passende Schultasche fürs Kind

Schultasche (Foto)
Die Höchstlast des Schulranzens samt Inhalt sollte maximal zehn bis 12 Prozent des Körpergewichts des Kindes betragen. Bild: pixelio.de/GTÜ

Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Die Aufregung vor dem ersten Schultag ist groß - sowohl bei den Kleinen als auch bei den Eltern. Umso akribischer wird schon weit vor dem großen Tag der Schulranzen ausgesucht. Dabei sollten Eltern einiges beachten.

Eines muss jedem klar sein: Für die Ausstattung von Erstklässlern müssen Eltern tief in die Tasche greifen. Auf Kosten von bis zu 250 Euro müsse man sich einstellen, erklärt Michael Gomolzig vom Verband Bildung und Erziehung in Stuttgart. Denn die Einkaufsliste ist lang - Schulrucksack, Federmappe und Turnbeutel sind nur die Spitze des Eisberges.

Doch gerade darauf, den passenden Schulranzen auszusuchen, freuen sich angehende Erstklässler am meisten. Und sie sollten bei der Auswahl in puncto Aussehen und Motive eine gehörige Portion mitreden. Schließlich müssen die Kinder ihn täglich zur Schule und wieder nach Hause tragen.

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Was die Schultasche technisch leisten muss, sollten die Eltern genau im Auge behalten. Bei der Vielzahl der Anbieter geht Überblick jedoch schnell verloren. Darauf sollten Sie beim Kauf eines Schulranzens achten:

Auf das Gewicht kommt es an

Der Ranzen sollte das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit tragen und die sogenannte DIN-Norm 58124 erfüllen. Nur dann gilt er als praktisch sicher und ergonomisch. Ohne Inhalt sollte der Ranzen nicht mehr als 1,5 Kilogramm wiegen - besser wäre jedoch weniger als ein Kilogramm.

Zur Orientierung, ob die Schultasche vom Gewicht her dem Kind entspricht, gibt es eine Faustregel. Die Höchstlast des Schulranzens samt Inhalt sollte maximal zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts betragen. Beispiel: Bei einem 20 Kilogramm schweren Erstklässler wären es bis zu 2,4 Kilogramm. Bei einem empfohlenen Taschengewicht von 1,2 Kilogramm wäre die gleiche Last für Bücher, Hefte und Verpflegung eingerechnet.

Bei der Faustregel gibt es aber Ausreißer. Manche Schulanfänger sind noch zu klein und leicht, sodass bei ihnen die 12-Prozent-Formel schlecht anwendbar ist. Hier gilt, so nah wie möglich an das Zielranzengewicht heranzukommen. Je leichter, desto besser. Auf keinen Fall sollten 15 Prozent des Körpergewichts überschritten werden. Das würde den Rücken des Kindes stark gefährden.

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Auch bei übergewichtigen Kindern muss die Faustregel korrigiert werden. Denn das Skelett trägt bereits genügend Last. Zur Ermittlung des Ranzenhöchstgewichtes sollten sich Eltern an einem normalgewichtigen Kind orientieren.

Wer aber auf den Gedanken kommt, mit einem Rucksack als Schultasche Gewicht zu sparen, ist auf dem Holzweg. Zum einen ist er nicht stabil und verfügt nicht über eine ausreichende Rückenpolsterung. Zum anderen würden Bücher und Hefte durch die fehlende Stabilität schnell beschädigt werden.

Auch Aktenkoffer und andere Taschen mit Griff sind für Kinder tabu. Denn unabhängig vom Gewicht würde das einseitige Tragen bei Kindern zu einer gefährlichen seitlichen Krümmung der noch weichen Wirbelsäule führen.

Perfekter Sitz statt Schlabberlook

Auch die Tragegurte der Schultasche sind wichtig. Sie sollten gepolstert sein und vier Zentimeter breit sein. Zudem sollten die Gurte mindestens eine Länge von 50 Zentimetern haben und einhändig, gleichmäßig und stufenlos einstellbar sein.

Der Schulranzen muss zudem perfekt sitzen. Sind die Riemen zu lasch eingestellt, verlagert sich der Schwerpunkt der Tasche nach hinten. Die untere Taschenkante kann dann im Bereich der Lendenwirbelsäule schmerzhafte Druckstellen verursachen. Das kann langfristig zu einem Hohlrücken führen.

Ideal ist es, wenn die Oberkante der Tasche mit der Schulterhöhe des Kindes abschließt. Ein weiterer Aspekt der Sicherheit ist, dass der Ranzen mit Reflektoren ausgestattet ist, damit das Kind auch bei schlechten und dunklen Sichtverhältnissen jederzeit schnell wahrzunehmen ist.

Abseits der Schultasche sollten Eltern schon vor der Einschulung eine Federmappe und kein Beutel-Etui kaufen. Denn in letzterem könnten Stifte schneller abbrechen. Zudem sind sie unübersichtlicher.

Was der Abc-Schütze ab seinem ersten Schultag sonst noch benötigt, darüber müssen sich die Eltern nicht selbst den Kopf zerbrechen. Der zukünftige Lehrer schreibt meist vor den Sommerferien die Familien an. Inklusive einer Materialliste mit genauen Angaben zu Stiften, Heften und Bastelutensilien.

 

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kat/ham/news.de

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