Betriebsrente Mit Hilfe des Chefs abgesichert  

Ohne eigenen Einsatz geht es nicht, denn die staatliche Rente wird bei den meisten im Alter nicht ausreichen. Eine Möglichkeit ist eine betriebliche Altersvorsorge. Daran beteiligt sich manchmal auch der Chef. News.de stellt verschiedene Modelle vor.

Betriebsrente (Foto)
Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Bild: dpa

Betriebsrenten helfen dabei, für das Alter vorzusorgen. Häufig gibt der Chef sogar etwas dazu. Möglich ist die Betriebsrente als Direktversicherung, Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse und Pensionsfonds. Welche Variante Mitarbeitern angeboten wird, entscheidet der Arbeitgeber. Oft ist das Modell in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen festgeschrieben.

Direktversicherung: Darauf haben Arbeitnehmer gesetzlich Anspruch. Die Direktversicherung entspricht einer Lebensversicherung zugunsten des Arbeitnehmers und seiner Hinterbliebenen und funktioniert über Entgeltumwandlung: Ein Teil des Bruttogehalts fließt an eine Assekuranz, mit der der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag abgeschlossen hat.

Manche Unternehmen geben einen zusätzlichen freiwilligen Zuschuss - zum Beispiel 10 bis 15 Euro pro 100 Euro. Die Firma gibt so einen Teil der Sozialabgaben zurück, die sie durch die Direktversicherung spart. Die Aufstockung bringt dem Arbeitnehmer höhere Rendite. Ob und wie viel der Arbeitgeber obendrauf packt, ist Verhandlungssache.

Für die Direktversicherung gilt: Beiträge sind bis zu einer gewissen Höhe steuer- und sozialabgabenfrei. 2012 liegt die Grenze bei 2688 Euro. Hinzu kommen weitere 1800 Euro, auf die jedoch Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Bei der Auszahlung von seit 2005 laufenden Verträgen kassieren der Fiskus sowie die Krankenkassen mit.

Direktzusage: Hier verpflichtet sich der Arbeitgeber zur Rentenzahlung an seinen Mitarbeiter. Der Arbeitgeber ist selbst Träger der betrieblichen Zusatzversorgung. Dabei beteiligt sich das Unternehmen oft am Beitrag, Mitarbeiter bekommen eine Pensionszusage.

Unterstützungskasse: Wer hier einzahlt, muss stets einen gleich hohen oder gleichmäßig steigenden Beitrag leisten.

Pensionskasse: Pensionskassen arbeiten wie Lebensversicherer. Oft sind sie branchen- oder konzernweit organisiert. Ältere Kassen sind entweder nicht an den Garantiezins gebunden oder ziehen eine niedrigere Lebenserwartung heran, weil sie nur ihre Mitglieder zugrunde legen. Mitarbeiter bekommen eine höhere feste Rentenzusage.

Pensionsfonds: Der Pensionsfonds ist das jüngste Betriebsrentenmodell. Der Fonds investiert das Geld unter anderem in Aktien. Mitarbeitern, die diese Form nutzen, ist am Ende der Laufzeit zumindest das eingezahlte Kapital sicher. Die Rendite hängt von den Gewinnen sowie von Zusatzleistungen ab - etwa Absicherung von Invalidität und Hinterbliebenen.

Bei Pleiten geschützt

Gehen Unternehmen Pleite, bekommen Mitarbeiter trotzdem Betriebsrente. Anstelle des Arbeitgebers springt der Pensionssicherungsverein (PSV) ein. Für Unternehmen ist die Mitgliedschaft Pflicht. Sie zahlen - ähnlich einer Haftpflichtversicherung - regelmäßig Beiträge an den PSV. Auch Zeitwertkonten sind dort abgesichert.

Alternativ empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Rentenversicherung.

kat/sca/ham/news.de/dpa

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