Finanzmärkte Rasante Börsen-Talfahrt geht weiter

Börsen-Talfahrt geht weiter (Foto)
Abgeschmiert: Der Nikkei reagierte damit auf die massiven Verluste der Börsen in Europa und den USA.  Bild: dpa

Die weltweite Finanzkrise sorgt für Unruhe an den Börsen. Neben Tokio oder den USA gerät jetzt auch die Deutsche Börse ins Straucheln. Der Deutsche Aktienindex verliert immer weiter an Wert - und das schon seit Tagen.

Die weltweite Börsen-Talfahrt geht weiter. Der deutsche Leitindex Dax war am Donnerstag um 5,82 Prozent auf 5602,80 Punkte eingebrochen - der größte Tagesverlust in Prozent seit November 2008. Der Euro hatte ebenfalls deutlich an Wert verloren. Auch am Freitag konnte sich die Gemeinschaftswährung zunächst nicht von ihren starken Vortagsverlusten erholen. 

Schlimmer noch: Nach dem Kurssturz vom Vortag ist der Dax am Freitag sogar noch weiter abgerutscht. Zum Handelsauftakt büßte der deutsche Leitindex 0,90 Prozent auf 5553 Punkte ein. Der MDax der mittelgroßen Werte gab am Freitagmorgen um 1,70 Prozent auf 8388 Punkte nach, und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,64 Prozent auf 682 Punkte. Auch andere europäische Indizes starteten schwach. Der Goldpreis kletterte derweil erstmals über die Marke von 1850 US-Dollar und komplettiert damit das Bild des nervösen Marktes. 

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Auch an anderen Wirtschaftsmärkten der Welt sieht es nicht besser aus: In Tokio verlor der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Freitag zum Handelsschluss 2,51 Prozent oder 224,52 Punkte auf 8719,24 Zähler - das war der tiefste Stand seit Mitte März.

Der Nikkei reagierte damit auf die massiven Verluste der Börsen in Europa und den USA. Auch an anderen Börsen in Asien rutschten die Kurse ab, An der Wall Street hatten die Sorgen um eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums die Kurse tief ins Minus gedrückt. Der Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag um 3,68 Prozent tiefer bei 10 990,58 Punkten. Seit Ende Juli, als der Abwärtstrend anfing, hat er damit knapp 14 Prozent eingebüßt.

Der deutsche Leitindex Dax war am Donnerstag um 5,82 Prozent auf 5602,80 Punkte eingebrochen - der größte Tagesverlust in Prozent seit November 2008. Der Euro hatte ebenfalls deutlich an Wert verloren. Auch am Freitag konnte sich die Gemeinschaftswährung zunächst nicht von ihren starken Vortagsverlusten erholen.

In Tokio verloren vor allem exportorientierte Werte wegen des starken Yen, der Exporte verteuert. In der vergangenen Woche sank der Nikkei insgesamt um 2,73 Prozent. Der breit gefasste Topix verlor am Freitag 2,04 Prozent oder 15,62 Punkte und schloss bei 751,69 Zählern, in der gesamten Woche sackte er um 2,15 Prozent ab. Der Leitindex in Hongkong verlor 2,74 Prozent, der Leitindex in Südkorea sogar 6,19 Prozent.

Der Dollar wurde in Tokio mit 76,48-56 Yen notiert, nach 76,58-59 Yen am Vortag. Der Euro notierte bei 1,4295-4296 Dollar, nach 1,4406-4406 Dollar am Donnerstag. Zum Yen lag der Euro bei 109,33-38 Yen, nach 110,32-34 Yen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen an den Börsen dieser Welt erhalten Sie auf börsennews.de.

roj/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Schabernac
  • Kommentar 1
  • 19.08.2011 13:12

Das wertbeständigste Papier,das ich seit Jahrzehnten immer wieder neu erwerbe, ist das Klo - Papier. Während die Börsen-Papiere in den Keller gehen, geht mein Papier sooo schön am Arsch vorbei. Ich sage der Kanzlerin lieber James Bond, als Euro - Bonds!!! Leute! gebt mir euer Geld, ich bin zwar kein Banker,aber ich kann euch auch sagen, wenn euer Geld futsch ist. Schaut euch doch einmal die Totengräber und Ratten der Nation an,ebenfalls die "RATTINGS" !!!! Agenturen und Verbrecher in Nadelstreifen. Lasst nie zu, dass andere über euer Geld entscheiden!!! Schaut in diese verzerrten Gesichter!

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