Karriereplanung Die sieben Schritte zum Erfolg

Ziele setzen (Foto)
Unabhängig von Talent oder Glück existiert ein Erfolgsfaktor, den jeder selbst beeinflussen kann: die eigene Zielplanung.  Bild: iStockphoto

Corina BroßmannVon news.de-Redakteurin
Unabhängig von Talent und Glück existiert ein Erfolgsfaktor, den jeder selbst beeinflussen kann: die eigene Zielplanung. News.de erklärt, wie Sie die sieben Stufen auf der Karriereleiter erklimmen.

Viele Menschen beschäftigen sich nicht mit ihrer Zielplanung. Es scheint ihnen selbstverständlich, dass sie mit der Zeit automatisch erfolgreicher werden. Die Stelle als Abteilungsleiter bekommen, mehr Geld verdienen - all das wird schon irgendwann von ganz allein passieren. Doch berufliche wie private Vorhaben präzise zu formulieren und erreichbare Teilziele festzusetzen, dazu fehlt ihnen die Weitsicht oder der Ehrgeiz.

Laut einer viel zitierten Studie der Harvard-Universität haben nur drei Prozent eines Jahrgangs der Eliteuniversität klare, schriftlich definierte Ziele. Wenn man die Studienteilnehmer 20 Jahre später noch einmal befragt, verdienen genau diese drei Prozent mehr als die restlichen 97 Prozent zusammen. Das sollte Grund genug sein, sich an die eigene Zielplanung zu machen.

In sieben Schritten zum Ziel

1. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie alles auf, was Sie sich in dem Moment zum Ziel machen möchten. Dabei ist es egal, ob es sich um kurz-, mittel- oder langfristige, berufliche oder private Ziele handelt.

2. Ordnen Sie Ihre Ziele in privat und beruflich. Sozialkompetenzen gehören zu beiden Themenfeldern. Setzen Sie sich für jeden zu erreichenden Erfolg ein Zeitfenster. Was hat welche Priorität? Worin gilt es besonders lange besonders viel Energie zu stecken? Was steht ganz oben auf Ihrer To-Do-Liste, was ist nettes Beiwerk?

3. Formulieren Sie Ihre Ziele positiv um. Warum? Haben Sie schon einmal versucht mit dem Rauchen aufzuhören? Dann haben Sie sicher auch die Erfahrung gemacht, dass Sie in dieser Zeit besonders viel an Zigaretten gedacht haben. «Ich will nicht mehr Rauchen!» manifestiert sich in unserem Gehirn als Bild, das das Rauchen beinhaltet. Wenn Sie sich also das Ziel setzen «Ich will nicht mehr so schüchtern sein», werden Sie sich jedes mal, wenn Sie an diesen Vorsatz denken, vor Ihrem geistigen Auge in einer unangenehmen Situation sehen, in der Sie verschüchtert reagiert haben und negative Konsequenzen davontrugen. Das motiviert natürlich nicht, mutig etwas Neues zu erreichen, sondern verängstigt und lässt in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Sagen Sie sich lieber: «Ich werde in Zukunft offen auf Fremde zugehen.»

4. Setzen Sie sich nur messbare Ziele oder überlegen Sie, wie Sie Ihre gewünschten Erfolge konkret messbar machen könnten. Wann genau haben Sie Ihr Ziel erreicht? Hüten Sie sich vor nach oben offenen Skalen. «Ich will innerhalb des nächsten Jahres eine Gehaltserhöhung um zehn Prozent durchsetzen» ist sinnvoller als «Ich will mehr verdienen.»

5. Visualisieren Sie Ihre Ziele. Stellen Sie sich vor, wie Sie selbstbewusst aus dem Gespräch zur Lohnverhandlung herausgehen, wie Sie Ihrem Partner davon erzählen, was Sie sich von der ersten Lohnerhöhung gönnen. Alle Menschen sind visuell beeinflussbar. Je realistischer Ihr Kopfkino, umso größer die Motivation, den herbeigesehnten Film für sich umzusetzen.

6. Prüfen Sie, ob alle Ihre Ziele mit Ihren Werten übereinstimmen und ob nicht mehrere Ziele miteinander konkurrieren. Sie können nur mehr verdienen, wenn Sie zu Wochenendarbeit und Überstunden bereit sind, die Familie steht Ihnen aber an erster Stelle? Dann sollten Sie noch einmal in sich gehen, ob die Gehaltserhöhung wirklich Ihr persönliches Ziel ist oder nur ein Standardziel, das Ihnen persönlich gar nicht so viel bedeutet. Wenn dem so ist, streichen Sie auch mal knallhart etwas von der Liste.

Arbeiten Sie nun am konkreten Timing. Bis wann genau wollen Sie was umgesetzt haben? Wenn Sie mögen, können Sie auch Belohnungen einplanen. Formulieren Sie, was sie sich gönnen, wenn Sie etwas zum anvisierten Termin geschafft haben. Auch wenn einzelne Ziele weit in der Zukunft liegen, schafft es ein Gefühl der erfolgreichen Selbstkontrolle, an einem bestimmten Tag prüfen zu müssen, was Sie bisher erreicht haben und ob das als Erfolg zu werten ist. (siehe Punkt 4)

7. Prüfen Sie kontinuierlich ihre Teilerfolge und deren Kosten. So können Sie notfalls noch die Strategie ändern oder Ihre Ziele umdefinieren. Wenn die begonnene Diät zu gesundheitlichen Problemen führt, müssen Sie Ihre Ernährung eben erneut umstellen. Konsequenz hat nichts mit Starrsinn zu tun.

Lesetipp: Psychologie - Vorsprung im Job; Hans-Michael Klein und Albrecht Kresse; Cornelsen Verlag Scriptor; 200 Seiten; 16,95 Euro.

brc/som/eia/news.de

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