Eigenauskunft
So kommen Sie an Ihre Schufa-Daten

Die Entscheidung für einen Kredit will gut überlegt sein. Kunden sollten vorher ihr Profil bei Auskunfteien wie der Schufa einsehen und es gegebenenfalls korrigieren lassen. News.de zeigt, welche Möglichkeiten der Schufa-Einsicht Sie haben.

Die Schufa in acht Daten
Schuldenauskunft
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  • Dazu zählen spezielle Kreditinstitute, Sparkassen, Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Handelsunternehmen. Diese finanzieren die Schufa und melden sämtliche Transaktionen, von der Kontoeröffnung bis zur Kreditaufnahme, um sie bei Bedarf zur Prüfung der Bonität wieder einzuholen und sich so vor Kreditausfällen zu schützen.

  • Die Vertragspartner erhalten von der Schufa zweierlei Arten von Auskünften: B-Auskünfte enthalten nur Angaben darüber, ob sich der Kunde vertragstreu verhalten und beispielsweise die Raten ordnungsgemäß zurückgezahlt hat. A-Auskünfte sind schwerwiegender: Für Kreditvergabe, Führung eines Girokontos und die Ausgabe von Kreditkarten erhalten die Vertragspartner neben den B-Auskünften Informationen über die gesamte Belastung ihres potenziellen Kunden. 

  • Angeboten werden Bonitätsinformationen zu rund 66 Millionen Bundesbürgern. 91,5 Prozent von ihnen haben positive Informationen. 

  • Gespeichert sind aktuell 440 Millionen Informationen. 

  • Jährlich werden mehr als 100 Millionen Anfragen zur Kreditwürdigkeit bearbeitet. 

  • 2010 lag die Zahl der erteilten Eigenauskünfte bei mehr als 1,5 Millionen. 

  • Im selben Jahr setzte die Schufa rund 108 Millionen Euro um. Die Zahl der Mitarbeiter lag zum Jahresende bei 752. 

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    Warum Sie sich regelmäßig über ihre gespeicherten Daten bei Auskunfteien wie der Schufa informieren sollten? Nicht immer sind die Informationen korrekt. Falsche Daten könnten im Zweifel dazu führen, dass Verbrauchern etwa ein benötigter Kredit nicht gewährt wird. Das muss nicht sein.

    «Ich muss nicht nur sicher sein, dass ich die Raten für den Kredit während der Laufzeit tatsächlich bedienen kann», sagt Eckhard Benner von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. «Auch die Daten, auf deren Grundlage die Bank über den Kredit entscheidet, sollten richtig sein.»

    Seit April 2010 können Verbraucher einmal jährlich kostenlos eine Information darüber verlangen, welche persönlichen Daten Auskunfteien über sie gespeichert haben. Die Schufa speichert etwa Angaben über offene Rechnungen, Arbeitgeber, berufliche Stellung, Zahlungsverhalten, Einkommen und Vermögen. Aber auch Merkmale wie Umzugshäufigkeit, Staatsangehörigkeit, Wohndauer und Wohnumfeld werden erhoben.

    FOTOS: Bankriesen Die größten deutschen Kreditgeber

    Diese fließen in die Berechnung von sogenannten Score-Werten ein. Der persönliche Score eines Verbrauchers soll Unternehmen wie Banken, Versandhäusern oder Mobilfunkanbietern Auskunft über seine Kreditwürdigkeit geben.

    Schufa bietet mehrere Varianten der Eigenauskunft an

    Die Datenübersicht nach Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes ist kostenlos, aber offiziell höchstens einmal pro Jahr möglich. Sie enthält alle bei der Schufa gespeicherten Daten und legt offen, an wen diese weitergeleitet wurden. Die Datenübersicht bedarf einer schriftlichen Anforderung, Bestellformulare gibt es im Internet. Die Antwort erfolgt per Post.

    Bei der Online-Auskunft online wird eine einmalige Gebühr von 18,50 Euro zur Registrierung erhoben. Danach erhält der Verbraucher unbefristeten Online-Zugriff auf die eigenen Daten. Fragen und Hinweise können online übermittelt werden. Gegen Aufpreis gibt es E-Mail-Benachrichtigungen über bestimmte Änderungen in den Daten.

    Außerdem können neuerdings Privatpersonen Auskunft über Unternehmen erhalten. Diese Option soll Verbrauchern, die ein großes finanzielles Engagement eingehen, dabei helfen, Risiken besser einzuschätzen. Verfügbar sind laut Schufa Daten fast aller rund 1,5 Millionen deutschen Kapital- und Personengesellschaften, die im Handelsregister stehen. Künftigen Bauherren, die wissen wollen, wie ein Bauunternehmen finanziell dasteht, nützt dieser Service ebenso wie Stellenbewerbern, die sich mit der Auskunft ein Bild von der Leistungsfähigkeit ihres potenziellen Arbeitgebers machen können.

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    Genannt werden zum einen Stammdaten des Unternehmens: die Anschrift, die Rechtsform und Branche, Informationen über die Kreditwürdigkeit und Geschäftszahlen wie Grundkapital und Umsatz. Dazu kommen die Namen der Gesellschafter und der ersten Führungsebene sowie wesentliche Ereignisse im Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten - dazu gehört beispielweise der Wechsel eines Geschäftsführers. Pro Auskunft berechnet die Schufa zusätzlich zur einmaligen Anmeldegebühr 28,50 Euro.

    Die dritte Variante der Schufa-Auskunft ist die Bonitätsauskunft: Sie kostet 18,50 Euro und ist für Geschäftspartner - beispielsweise Vermieter - gedacht. Zu diesem Zweck umfasst sie zwei Teile: Den eingeschränkten Teil mit der Bonitätsbescheinigung für den Geschäftspartner und einen privaten Teil mit umfangreicher Auskunft über alle bei der Schufa über den Anfragenden gespeicherten Daten. Die Bonitätsauskunft kann per Internet bestellt werden und kommt per Post.

    Verbraucherzentralen kritisieren Schufa-Einsicht

    Zwar wendet Verbraucherschützer Benner ein, dass die Berechnung der Bonität durch die Schufa undurchsichtig sei und nicht klar werde, welche Merkmale zu welchem Anteil in den Score eingehen. Dennoch sollten Verbraucher von ihrem Informationsrecht Gebrauch machen, zumal sich die Basisdaten einmal im Jahr kostenlos einsehen lassen. Banken nutzen diese zur Entscheidung über die Kreditvergabe. Um sich auf einen Kreditantrag vorzubereiten, ist eine Eigenauskunft deshalb unerlässlich.

    zij/sca/ham/news.de/dpa/dapd

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    1 Kommentare
    • Stenzel Jürgen

      26.09.2011 11:25

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