Infektionen EHEC: Madrid verlangt EU-Kompensationen

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EHEC: Madrid verlangt EU-Kompensationen Bild: dpa

Spanien will auf EU-Ebene Entschädigungen für alle europäischen Landwirte verlangen, die wegen der tödlichen EHEC-Seuche Verluste haben. Das sagte die spanische Agrarministerin Rosa Aguilar am Dienstag bei einem Treffen mit EU-Kollegen im ungarischen Debrecen vor Journalisten.

Debrecen (dpa) - Spanien will auf EU-Ebene Entschädigungen für alle europäischen Landwirte verlangen, die wegen der tödlichen EHEC-Seuche Verluste haben. Das sagte die spanische Agrarministerin Rosa Aguilar am Dienstag bei einem Treffen mit EU-Kollegen im ungarischen Debrecen vor Journalisten.

Spaniens Gemüse sei «sicher», sagte die Ministerin. Die Ursache der Infektionen solle man in Deutschland suchen, nicht in Spanien. Unterstellungen, denen zufolge die Krankheit durch Gurken aus Spanien übertragen werde, richteten bei den dortigen Produzenten einen Schaden von wöchentlich 200 Millionen Euro an, sagte Aguilar weiter.

«Man soll aufhören, auf Spanien zu schauen», sagte die Ministerin. Deutschland müsse so schnell wie möglich die Ursache der Infektionen klären. «Wir sind enttäuscht von der Art, wie Deutschland mit dieser Krise umgegangen ist.» Eine Senatorin aus Hamburg habe Spaniens Landwirten durch eine Äußerung über spanische Gurken großen Schaden zugefügt - «ohne einen einzigen Beweis».

Dass die Ursache nicht in Spanien liegen könne, werde auch dadurch deutlich, dass dort niemand an EHEC erkrankt sei. Es gebe lediglich zwei EHEC-infizierte Spanier, diese hätten sich die Infektion aber bei einer Reise in Deutschland zugezogen, sagte Aguilar. In Spanien sei der EHEC-Erreger nicht gefunden worden.

Die Ministerin sagte, dass die Lebensmittelsicherheitskontrollen in ihrem Land weit strenger seien als die EU-Normen. Madrid wolle auf EU-Ebene nicht nur für die heimische Landwirtschaft, sondern für alle von der EHEC-Krise betroffenen europäischen Landwirte Entschädigungen verlangen. Aguilar äußerte sich beim informellen Treffen der EU-Agrarminister, das am Dienstag zu Ende geht.

news.de/dpa

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