Hauptversammlungen Deutsche Post sieht sich trotz Krisen auf Kurs

Die Deutsche Post sieht sich trotz der Krisen in Japan und Nordafrika auf Kurs zu ihren Wachstumszielen. "Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung - in vermutlich in leicht abgeschwächter Form - auch im laufenden Jahr anhalten wird".

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Deutsche Post sieht sich trotz Krisen auf Kurs Bild: dpa

Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Post sieht sich trotz der Krisen in Japan und Nordafrika auf Kurs zu ihren Wachstumszielen. "Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung - in vermutlich in leicht abgeschwächter Form - auch im laufenden Jahr anhalten wird".

Das sagte Vorstandschef Frank Appel laut Redetext bei der Hauptversammlung am Mittwoch in Frankfurt. Die größten Treiber sieht der Manager dabei erneut in den Schwellenländern. "Asien bleibt auch ein wichtiger Wachstumsmotor für unser Expressgeschäft", sagte Appel.

In Europa und Nordamerika dürfte es verhaltener vorangehen. Die Post-Aktie drehte mit den Nachrichten ins Plus. Am Mittag legte das Papier um 0,34 Prozent auf 13,445 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im Dax.

Während das Brief-Aufkommen unter der Konkurrenz von E-Mail und Fax weiterhin zurückgeht, setzt die Post beim Wachstum auf das Expressgeschäft, den Frachtbereich und die Lieferketten-Logistik. Die Unternehmensbereich DHL zusammengeschlossenen Sparten sollen ihren operativen Gewinn bis 2015 weiterhin jährlich im Schnitt um 13 bis 15 Prozent steigern.

"Mit Blick auf dieses Ziel werden wir in den nächsten Jahren noch stärker als bisher in die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells investieren", sagte Appel. Dabei gehe es um neue Produkte und Logistiklösungen für die Industrie, etwa den Transport von temperaturempfindlicher Arzneien für die Pharmabranche. Zudem steckt die Post weiter Geld in die Wachstumsmärkte. "Bis 2018 werden etwa 50 Prozent des globalen Handels mit oder in Asien stattfinden", sagte Appel. Daher werde die Post so viel wie möglich in dieser Region investieren, um die eigene Marktposition zu festigen.

Im Briefgeschäft setzt das Unternehmen weiter auf den Ausbau elektronischer Angebote wie den rechtssicheren E-Postbrief und den Online-Handelsplatz MeinPaket.de. Einer Ausgliederung der Briefsparte nach dem Vorbild des niederländischen Mitbewerbers TNT erteilte Appel eine Absage: "Wir bekennen uns klar zum Briefgeschäft." Allerdings müsse die digitale mit der physischen Kommunikation noch stärker verknüpft werden.

Während die Briefsparte ihren Gewinn in diesem Jahr mit gut einer Milliarde Euro in etwa stabil halten soll, verspricht sich der Vorstand vom DHL-Geschäft weiterhin ein steigendes operatives Ergebnis (EBIT) von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro. Damit soll das EBIT konzernweit von zuletzt 1,8 Milliarden Euro auf dann 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro wachsen. Bereinigt um den Effekt aus dem Verkauf der Postbank <soll auch der Überschuss zulegen.

Im vergangenen Jahr hatte die Post unter dem Strich 2,5 Milliarden Euro verdient. Ohne den Postbank-Effekt wäre es allerdings nur rund eine Milliarde gewesen. Bei der Hauptversammlung sollen die Aktionäre einer Dividende von 65 Cent je Aktie zustimmen. Dies sind 5 Cent mehr als ein Jahr zuvor.

news.de/dpa

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