Konsumgüter Fielmann setzt Expansionskurs fort

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann hat ihren Expansionskurs trotz Finanzkrise im vergangenen Jahr unbeirrt fortgesetzt und will nun vor allem im Süden der Republik Filialen eröffnen.

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Fielmann setzt Expansionskurs fort Bild: dpa

Hamburg (dpa) - Deutschlands größte Optikerkette Fielmann hat ihren Expansionskurs trotz Finanzkrise im vergangenen Jahr unbeirrt fortgesetzt und will nun vor allem im Süden der Republik Filialen eröffnen.

«Unser mittelfristiges Ziel ist es, 50 Prozent Absatzmarktanteil in den regionalen Märkten zu erreichen», sagte Vorstandschef Günther Fielmann. Deshalb werde das Unternehmen etwa 140 neue Geschäfte eröffnen, um dann insgesamt rund 700 Optikerläden in Deutschland zu betreiben. «Vornehmlich expandieren wir in Bayern, Baden-Württemberg und im Großraum Berlin.» Hinzu kämen weitere Filialen in Österreich, der Schweiz und in Polen. Gegenwärtig betreibt Fielmann mit rund 13 700 Mitarbeitern europaweit über 655 Geschäfte.

Fielmann verkauft in Deutschland fast jede zweite Brille - 2010 rund 6,5 Millionen Stück. In den kommenden Jahren werden nach Einschätzung Fielmanns besonders die im Vergleich zu herkömmlichen Brillen rund viermal teureren Gleitsichtbrillen zulegen. Fielmann-Kunden seien im Schnitt jünger als jene der Konkurrenz, sagte der Firmenchef. «Da sie uns über die Jahre treubleiben, wird auch ohne Neukunden der Gleitsichtbrillen-Anteil bei Fielmann in den nächsten Jahren um 50 Prozent steigen.» Auch Sonnenbrillen mit Sehstärke und Kontaktlinsen würden immer wichtiger. So erwarte das Unternehmen bei den Linsen eine Verdopplung des Umsatzes, sagte Fielmann, der nach eigenen Angaben auch den Hörgerätebereich deutlich ausbauen will.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Fielmann-Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,7 Prozent auf knapp 303 Millionen Euro, der Quartalsüberschuss habe sich um 18,6 Prozent auf 31,3 Millionen Euro erhöht. Aufsichtsrat und Vorstand wollen der Hauptversammlung am 7. Juli für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 2,40 Euro je Aktie vorschlagen - nach 2,00 Euro im Vorjahr.

news.de/dpa

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