Banken Fusion vollzogen: Commerzbank stellt IT um

Die Commerzbank hat an den Osterfeiertagen die Daten von mehr als drei Millionen Dresdner-Privatkunden auf die IT-Systeme der neuen gemeinsamen Bank übertragen.

Fusion vollzogen: Commerzbank stellt IT um (Foto)
Fusion vollzogen: Commerzbank stellt IT um Bild: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die Commerzbank hat an den Osterfeiertagen die Daten von mehr als drei Millionen Dresdner-Privatkunden auf die IT-Systeme der neuen gemeinsamen Bank übertragen.

Damit sind die beiden Großbanken gut zweieinhalb Jahre nach dem Kauf der Dresdner Bank durch die Commerzbank auch technisch endgültig ein Institut geworden. «Alle Daten sind integriert», bestätigte ein Commerzbank-Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Rund 2500 Mitarbeiter seien über die Feiertage mit der technischen Abwicklung beschäftigt gewesen. Nach dem Praxistest am Dienstag will die Bank eine endgültige Bewertung geben.

An dem Mammutprojekt hatten Strategen seit Monaten gefeilt. Die Umstellung brachte einige Einschränkungen für die Kunden: Rund 140 000 der insgesamt elf Millionen Kunden konnten vorübergehend ihre EC-Karten am Automaten nicht nutzen, Bank-Geschäfte per Internet waren zeitweise nicht möglich. Das Online-Banking stehe seit Montagmorgen wieder zur Verfügung, sagte der Sprecher. Während der Umstellung habe es nicht wesentlich mehr Kundenanfragen gegeben als sonst an Feiertagen.

Die Bank hatte ihre Kunden langfristig im Vorhinein informiert. Für das Info-Paket, das im Februar gestartet worden war, gab der Dax-Konzern nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Euro aus.

Die Umstellung der Computersysteme bringt auch einige dauerhafte Änderungen für die Kunden der zweitgrößten deutschen Bank: So kann die Kontoführung für manchen Ex-Dresdner-Kunden teurer werden - um maximal 95 Cent monatlich. Eine Rückerstattung der Quellensteuer bei einem ausländischen Wertpapier kostet künftig 20 Euro. Um diesen Betrag günstiger werden kann ein Wertpapierauftrag im Online-Depot.

Insgesamt gibt es nach Commerzbank-Angaben etwa 150 Änderungen für einstige Dresdner-Kunden. 90 Prozent davon hätten jedoch keine Auswirkungen auf Gebühren oder Konditionen: Dabei gehe es etwa um neue Service-Rufnummern oder geänderte Kündigungsfristen.

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news.de/dpa

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