Energie Benzinpreise gehören jetzt zu den höchsten Europas

Die Benzinpreise in Deutschland gehören jetzt zu den höchsten in Europa. Nach einer Übersicht des Hamburger Energie-Informationsdienstes EID liegt Deutschland bei den Benzinpreisen sowohl mit als auch ohne Steuern auf Rang vier unter den 27 EU-Ländern.

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Benzinpreise gehören jetzt zu den höchsten Europas Bild: dpa

Hamburg (dpa) - Die Benzinpreise in Deutschland gehören jetzt zu den höchsten in Europa. Nach einer Übersicht des Hamburger Energie-Informationsdienstes EID liegt Deutschland bei den Benzinpreisen sowohl mit als auch ohne Steuern auf Rang vier unter den 27 EU-Ländern.

Bei den Dieselpreisen vor Steuern liegt Deutschland auf Rang 11 und nach Steuern auf Platz 6 (Stand: 21. März). Teurer ist Superbenzin für den Autofahrer nur noch in Dänemark, Griechenland und den Niederlanden. Für Diesel ist an den Tankstellen in Großbritannien, Griechenland, Italien, Dänemark und Schweden mehr zu bezahlen.

Bislang lag Deutschland bei den Benzinpreisen ohne Steuern im europäischen Vergleich im unteren Drittel; meistens zwischen Rang 20 und 25. Die Mineralölindustrie wertete das als Ausdruck intensiven Wettbewerbs. Ein großer Markt wie Deutschland ist allerdings auch kostengünstiger zu versorgen als kleinere und entlegenere Märkte wie Estland oder Zypern, so dass die Preise tendenziell etwas niedriger sein können.

Nachdem die versuchte Einführung des Bio-Benzins E10 mit zehn Prozent Ethanol den Markt in Deutschland völlig durcheinandergebracht hat, ist Superbenzin mit 95 Oktan nicht mehr flächendeckend verfügbar. In die europäische Vergleichsstatistik geht deshalb Superbenzin mit 98 Oktan ein, das sechs bis acht Cent je Liter teurer ist. Damit schiebt sich Deutschland bei den Benzinpreisen in die europäische Spitzengruppe.

Gegenwärtig wird E10 im Süden und Osten Deutschlands angeboten, aber wenig getankt. Die Unternehmen gehen deshalb dazu über, vermehrt auch wieder Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol (E5) und 95 Oktan anzubieten. Im Norden und Westen gibt es noch kaum E10.

news.de/dpa

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