Technik im Klassenraum Von der Schiefertafel zum Multimediaboard

Whiteboard (Foto)
Klassenzimmer 2.0: Da darf ein Whiteboard nicht fehlen. Bild: zij/news.de

Juliane ZiegengeistVon news.de-Mitarbeiterin
Das Ende der Kreidezeit? Hard- und Softwarehersteller schwören auf interaktive Whiteboards und sehen darin die Zukunft des Unterrichts. Die digitalen Tafeln können viel. News.de hat sich auf der Didacta umgesehen.

Halle 5 ist die Halle auf der Halle 5 ist die Halle auf der Didacta in Stuttgart (22. bis 26. Februar), die vor lauter Whiteboards fast aus allen Nähten platzt. Verschiedene Firmen stellen hier ihre Versionen einer digitalen Tafel vor, denn das sind die sogenannten interaktiven Whiteboards - so groß wie eine herkömmliche Schiefertafel, höhenverstellbar und dank Touchscreen nicht mit Kreide, sondern Finger oder Spezialstift zu bedienen.

Doch die riesigen Computerbildschirme können noch mehr. «Ein Whiteboard funktioniert wie ein Laptop, nur ohne Tastatur und Maus», erklärt Judith Rupp im Gespräch mit news.de. Die Grundschullehrerin arbeitet seit drei Jahren mit einem Whiteboard und ist begeistert: «Es macht vieles einfacher. Ich möchte es nicht mehr missen», sagt sie.

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Durch die Möglichkeit, Bilder zu zeigen, Grafiken zu erstellen, zu zeichnen, im Internet zu surfen und Videos abzuspielen, werden alle anderen Geräte im Klassenzimmer praktisch überflüssig. Modelle von Smart TechnologiesSmart Technologies ist ein kanadisches Unternehmen, dass seit 2000 auch in Bonn ansässig ist. Laut Firmenangaben sind 1,8 Millionen Smart Whiteboards an Schulen rund um den Globus im Einsatz. , dem weltweiten Marktführer bei interaktiven Whiteboards, sind standardmäßig mit einer Software ausgestattet. Diese kann an die Schüler weitergegeben werden. So sind Daten, die auf der digitalen Tafel entstehen, untereinander leicht auszutauschen.

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Darin sieht Rupp einen enormen Vorteil: «Tafelbilder können gespeichert und am nächsten Schultag einfach wieder aufgerufen werden.» Bei den Schülern komme das Whiteboard gut an. «Viele sind viel motivierter bei der Sache, und das auch noch nach drei Jahren», sagt sie. Die Tafel spreche mit ihren Funktionen verschiedene Lerntypen an und mache es möglich, Medienkompetenz zu schulen und den Computer nicht nur als Spielzeug, sondern auch als Arbeitsinstrument zu erkunden.

Interaktive Whiteboards als Alleskönner fürs Klassenzimmer? Sehen Sie in unserem Videokommentar, warum es die digitalen Tafeln bisher nur an fünf Prozent der deutschen Schulen gibt und was nötig ist, um das zu ändern.

rzf/sis/news.de

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