Energie Q-Cells kehrt in Gewinnzone zurück

Das Solarunternehmen Q-Cells hat 2010 dank kräftiger Auslandsnachfrage die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft und einen Rekordumsatz erzielt. Unter dem Strich wurden 18,9 Millionen Euro verdient, wie die Q-Cells SE am Dienstag in Bitterfeld-Wolfen mitteilte.

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Q-Cells kehrt in Gewinnzone zurück Bild: dpa

Bitterfeld-Wolfen (dpa) - Das Solarunternehmen Q-Cells hat 2010 dank kräftiger Auslandsnachfrage die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft und einen Rekordumsatz erzielt. Unter dem Strich wurden 18,9 Millionen Euro verdient, wie die Q-Cells SE am Dienstag in Bitterfeld-Wolfen mitteilte.

2009 waren unter anderem wegen vieler Abschreibungen auf Technologiebeteiligungen fast 1,4 Milliarden Euro Verlust entstanden. Der Umsatz kletterte 2010 um mehr als 70 Prozent und erreichte erstmals die Marke von 1,35 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr machte Vorstandschef Nedim Cen noch keine Prognose, allerdings sollen strategisch wichtige Bereiche wie Forschung oder Vertrieb personell verstärkt werden. Im Krisenjahr 2009 waren dagegen 500 Jobs gestrichen und Produktionslinien geschlossen worden.

Im vergangenen Jahr habe es keine größeren Entlassungen und zum Teil auch Personalaufstockungen gegeben, sagte Cen. Q-Cells zählte zuletzt rund 2600 Beschäftigte, die meisten davon in Thalheim bei Bitterfeld-Wolfen. Damit ist das Ende 1999 gegründete Unternehmen eines der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Getrieben wurde das Wachstum von einer kräftigen Nachfrage aus dem Ausland. Lag der Exportanteil im ersten Quartal 2010 noch bei einem Drittel, so waren es im vierten Quartal bereits zwei Drittel.

Mit den Zahlen übertraf Q-Cells seine eigenen Prognosen und auch die der Analysten. Vorstandschef Cen hatte den Ausblick im November noch erhöht und einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die im TecDax, dem Auswahlindex der größten börsennotierten Technologie-Aktiengesellschaften, notierten Q-Cells-Aktien gaben am Dienstag bis zum Mittag um 6,7 Prozent auf 3,09 Euro nach. Die Q-Cells-Aktie zählte 2010 mit einem Minus von bis zu 85 Prozent zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt, seit Jahresbeginn hat sich das Papier um bis zu 40 Prozent erholt.

Der Firmenmitgründer Anton Milner war vor knapp einem Jahr zurückgetreten und hatte damit die Verantwortung für das katastrophale Geschäftsjahr 2009 übernommen. Seitdem wird das Unternehmen vom früheren Finanzchef Cen geführt. Er betonte, es gebe auch im laufenden Jahr «eine ganze Menge» zu tun und die Kosten müssten kontinuierlich gesenkt werden.

news.de/dpa

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