Klug dank Internet Die besten Websites für Kinder

Die Spreu vom Weizen trennen: Kinderwebsites, die den Wissensdurst der Kleinen stillen sollen, gibt es viele. Doch nicht alle sind tatsächlich altersgerecht und machen Spaß. News.de zeigt gute Beispiele.

Nachschlagewerk Internet (Foto)
Nachschlagewerk ohne Grenzen: Im Internet können Kinder auf einen unendlichen Wissensvorrat zurückgreifen. Bild: dpa

Mal schnell etwas nachschlagen: Dazu hält heutzutage meist nicht mehr das 1000-seitige Lexikon aus dem Bücherregal her, sondern das Internet. Das gilt insbesondere für die junge Generation. Laut der BitkomBundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Dabei handelt es sich um die Lobby-Vereinigung der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche. Der Bitkom vertritt eigenen Angaben zufolge 1200 Unternehmen, darunter Geräte-Hersteller, Anbieter von Software, IT-Services sowie von Dienstleistungen im Bereich Telekommunikation, Consumer Electronics und Content Provider. -Studie Jugend 2.0 suchen rund Dreiviertel der 10- bis 18-Jährigen online Informationen für Schule und Ausbildung. 64 Prozent glauben, mithilfe des Internets ihr Wissen verbessern zu können.

Internet für Kleine: Kindgerechte Wissensseiten
zurück Weiter Blinde Kuh (Foto) Zur Fotostrecke Foto: news.de (Screenshot)

Doch je jünger die Kinder sind, desto schwieriger wird es, geeignete Websites zum Nachschlagen und Lernen zu finden. News.de stellt altersgerechte Internetseiten vor, auf denen sie sich sicher und mit viel Spaß Wissen aneignen können.

Blinde Kuh (6 bis 14 Jahre)

Sie ist so etwas wie Google für die Kleinen: Unter www.blinde-kuh.de, der ersten deutschsprachigen Suchmaschine für Kinder, werden seit 1997 Kinderwebsites gesammelt und verschlagwortet. Über eine Stichwortsuche wird der User entsprechend weitergeleitet. Gibt man zum Beispiel den Begriff Valentinstag ein, werden verschiedene Informationsangebote gemacht: Was ist der Valentinstag? Warum schenken wir uns zum Valentinstag Blumen? Außerdem gibt es Bastelanleitungen, Sprüche und Wünsche zum Valentinstag.

Die Treffer sind nach Altersstufen kategorisiert - von S (jüngere Kinder), über M (Grundschulkinder) und L (ältere Kinder) bis XL (Erwachsene). Zusätzlich gibt es auf der Seite Surftipps speziell für Kinder, Spiele und Foren und ein Klickverzeichnis, das der User mittels verschiedener Unterbereiche durchstöbern kann.

Helles Köpfchen (8 bis 16 Jahre)

Das Wissensportal für Kinder und Jugendliche bietet neben einer Suchmaschine täglich neu recherchierte redaktionelle Beiträge zu aktuellen und Hintergrundthemen. Dabei werden schwierige Inhalte nicht ausgespart. So sind auf www.helles-koepfchen.de Artikel über Mobbing, Gewalt an Schulen, Essstörungen und Aids zu finden. Kinder können sich auch selbst einbringen und als Reporter über frei wählbare Themen schreiben.

In Kooperation mit www.kinder.wetter.com gibt es für den User außerdem das Wetter des Tages in kindgerechter Aufmachung, bei der die Wolken Gesichter haben. Die Top 100 der Suchbegriffe zeigen, wofür sich die Kleinen am meisten interessieren. Im Januar waren das auf Platz 1 Sex, auf Platz 2 Tiere im Winter und auf Platz 3 Spielaffe. Dank der Klick-Tipps, die jede Woche neu zusammengestellt werden, kann sich jeder auch außerhalb der Seiten von Helles Köpfchen austoben.

Das Grundschulwiki (6 bis 13 Jahre)

Wie der Name sagt, funktioniert www.grundschulwiki.de wie der große Bruder Wikipedia, nur mit dem Unterschied, dass das Lexikon von Kindern geschrieben wird. Das Projekt der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet soll die Kleinen animieren, Inhalte im Netz aktiv mitzugestalten und ihr Wissen zu teilen.

Die Beiträge entstehen meist in Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Kindern. Grundschüler können aber auch allein Artikel verfassen. Der User hat dann wie bei Wikipedia die Möglichkeit, sich durch sämtliche Buchstaben des Alphabets und die zugehörigen Stichwörter zu klicken - von A wie Amazonas bis Z wie Zwergziege. In einer «Hilfe für Kinder» ist für Neulinge nachzulesen, wie ein Beitrag Schritt für Schritt entsteht.

Die Seite mit der Maus (3 bis 9 Jahre)

Die Sendung mit der Maus gehört zu den erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen und ist nicht nur bei Kindern beliebt. Mit ihren Lach- und Sachgeschichten trumpft sie auch im Internet auf. Dort lädt die Maus in ihr animiertes Wohnzimmer und Forschungslabor ein. Alphabetisch geordnete Videos erklären den Kindern die Rätsel des Alltags, zum Beispiel, wozu eine Biotonne gut ist und wie ein Radiergummi hergestellt wird.

Außerdem gibt es Mausspiele und -rezepte zum Selbermachen. Im Maushaus stellt die Kultfigur ihre Freunde vor und verweist auf andere kindgerechte Seiten im Netz wie die von Wissen macht Ah!, Neuneinhalb - das Nachrichtenmagazin für Kinder und Lilipuz - Radio für Kinder.

Das Kindernetz (8 bis 14 Jahre)

Auch www.kindernetz.de gehört zu den Freunden der Maus, schließlich stammt es aus den Federn der gleichen Rundfunkfamilie. Es wird vom Südwestdeutschen Rundfunk betrieben und ist eine vielseitige Nachrichtenplattform für Kinder. Jeweils mit Videos und Bildern versehen und kindgerecht geschrieben, können die Kleinen hier aktuelle Geschehnisse mitverfolgen, so etwa den Vulkanausbruch in Japan, das Referendum im Sudan, die Karriere der schielenden Heidi aus Leipzig und das Jahr des Hasen in China.

Im Infonetz der Seite gibt es ausführliche Beiträge zu berühmten Persönlichkeiten, bedrohten Tierarten und wichtigen politischen Prozessen sowie ein Glossar, das die Seite von A bis Z beschreibt. Für die, die lieber gucken als lesen, stehen in der Videobox zahlreiche Erklärungen auch als Bewegtbild zur Verfügung.

Das Internet-ABC (5 bis 12 Jahre)

Die Seite www.internet-abc.de ist ein Nachschlagewerk für alle Fragen rund um das Thema Internet. Bei der Erkundungstour werden die Kinder von vier Tieren unterstützt. Pinguin Eddie führt durch die Rubrik Computer und Internet. Ameisenbär Percy zeigt, wie das Internet für Hausaufgaben genutzt werden kann. Eichhörnchen Flizzy empfiehlt Computerspiele und Bastelanleitungen. Und Känguru Jumpy animiert in Chats und Foren zum Mitreden und Mitmachen.

Im Lexikon können Kinder die wichtigsten Begriffe nachschlagen, die im Internet gebraucht werden, und erfahren, was ein Nickname ist und was ein Virus anrichten kann. Bei der «Unendlichen Geschichte» kann jeder mitschreiben, der will. Und wer glaubt, sich genug informiert zu haben, kann sein Wissen beim Surfschein, dem Führerschein fürs Web, unter Beweis stellen.

Das Internet-ABC gibt es übrigens auch für Eltern und Pädagogen - man lernt ja nie aus.

Klicken Sie sich in unserer Bilderstrecke durch diese und andere empfehlenswerte Wissensseiten für Kinder im Netz.

ham/ivb/news.de

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