Stellenanzeigen Jobs finden in sozialen Netzwerken

Facebook als Jobbörse (Foto)
Facebook, Xing und Co. werden immer mehr zur Online-Jobbörse für deutsche Unternehmen. Bild: dpa

Deutsche Unternehmen kommen langsam aber sicher im Web 2.0 an, auch was die Besetzung freie Stellen angeht. So waren Facebook, Xing und Co. 2010 nicht mehr nur Plattformen zum Austausch mit Freunden, sondern mutierten immer mehr zu einem Online-Jobmarkt.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und StudiVZ werden immer bedeutender für die Mitarbeiterrekrutierung. Zwar suchen Unternehmen im Internet derzeit noch deutlich häufiger über Online-Jobbörsen oder Anzeigen auf der eigenen Webseite nach Personal. Der Anteil der Firmen, die potenzielle Bewerber über soziale Netzwerke ansprechen, ist 2010 jedoch auf 29 Prozent gestiegen, wie aus einer Umfrage des Branchenverbandes BitkomBundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Dabei handelt es sich um die Lobby-Vereinigung der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche. Der Bitkom vertritt eigenen Angaben zufolge 1200 Unternehmen, darunter Geräte-Hersteller, Anbieter von Software, IT-Services sowie von Dienstleistungen im Bereich Telekommunikation, Consumer Electronics und Content Provider. hervorgeht. Noch im Jahr 2009 suchten nur 12 Prozent der Firmen über soziale Netzwerke nach Mitarbeitern.

Netzwerke
Das digitale Profil

Auf allgemeinen Online-Jobbörsen veröffentlichen 71 Prozent der Unternehmen offene Stellen, die Webseite des eigenen Unternehmens nutzen der Umfrage zufolge 66 Prozent der Befragten. Auf herkömmliche Zeitungsanzeigen setzen 55 Prozent, 23 Prozent der Firmen schalten Anzeigen in branchenspezifischen Online-Börsen und 20 Prozent in gedruckten Fachmagazinen.

Die Nutzung sozialer Netzwerke hängt der Umfrage zufolge allerdings stark von der Unternehmensgröße sowie der Branchenzugehörigkeit ab. Demnach veröffentlichen bereits 58 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ihre Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sind 41 Prozent bei Facebook und Co. aktiv. In der Baubranche dagegen trifft das nur auf 16 Prozent der Unternehmen zu. An der den Angaben zufolge repräsentativen Umfrage beteiligten sich 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche.

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sua/ham/news.de/ddp

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