Tipps für Ebay und Co. Falsche Geschenke zu Geld machen

Die Kamera hat zu wenig Megapixel. Das Lego-Set hat Junior leider schon. Das Geschäft mit den falschen Weihnachtsgeschenken ist ein riesiger Markt - vor und nach Weihnachten. Wir geben Tipps, wie Sie den falschen Kram gewinnbringend loswerden.

Geschenke (Foto)
Wir geben Tipps, wie man den falschen Geschenkekram gewinnbringend los wird. Bild: ddp

Das Weihnachtsgeschäft ist nicht irgendein Geschäft für den Einzelhandel. Es ist DAS Geschäft. Und nicht nur Offline-Händler machen jedes Jahr in den Wochen vor Weihnachten so richtig Kasse. Auch für die Online-Händler ist das Weihnachtsgeschäft das wichtigste des Jahres. Das gilt für «echte» Händler ebenso wie für Verkaufsplattformen, über die andere ihre Kaufverträge abschließen. «Klar ist: Das Weihnachtsgeschäft ist wichtigste Zeit für Ebay», sagt beispielsweise Daphne Rauch, Sprecherin des Online-Auktionshauses.

Wie groß der Andrang bei den virtuellen Händlern ist, machen die Zahlen der vergangenen Jahre klar - ohne, dass man dafür einigermaßen abstrakte Kenngrößen wie Vorweihnachtsumsatz oder -gewinn bemühen müsste. Seit Jahren schon ist für Plattformen wie Ebay oder Amazon ein Tag in der Mitte des Dezembers der handelsintensivste Tag des ganzen Jahres. «Im letzten Jahr war der Spitzentag bei Amazon.de der 14. Dezember: Kunden bestellten über 1,7 Millionen Produkte und damit 40 Prozent mehr als am Spitzentag des Vorjahres», so Unternehmenssprecherin Kathrin Schmitz. «Das sind mehr als 20 Artikel pro Sekunde. Am Spitzentag 2008 waren es mit über 1,2 Millionen Artikeln mehr als 14 Produkte pro Sekunde.»

Für die Händler wie auch für die Kunden ist das Weihnachtsgeschäft im Allgemeinen allerdings nicht mit dem Beginn der Feiertage vorbei. «Das Nachweihnachtsgeschäft beginnt schon direkt nach Weihnachten und richtig los geht’s dann Anfang Januar», weiß Daphne Rauch, die Frau von Ebay. Das sei die Zeit, in der die Menschen all die falschen Geschenke zu Bargeld machen und das dann in vielen Fällen gleich wieder ausgeben – für das, «was man sich wirklich gewünscht hat», wie Rauch es formuliert.

Dass dieses Geschäft mit Blick auf sein Volumen nicht zu unterschätzen ist, macht eine einzige Zahl klar. Rauch verweist auf eine von Ebay 2008 in Auftrag gegebene repräsentativ Studie, nach der damals falsche Geschenke im Wert von mehr als einer halben Milliarde Euro unter den Weihnachtsbäumen lagen. Für dieses Jahr, so Rauch, sei von einer ähnlichen Größenordnung auszugehen.

Den einen nützt Schnelligkeit, den anderen nicht

Nach den Grundgesetzen der Marktwirtschaft heißt das: Wer möglichst viel für die falschen Geschenke haben will, für den kann es sich lohnen, diese unmittelbar nach Weihnachten im Internet zu verkaufen. Gerade, wenn es darum geht, die Dauerbrenner-Weihnachtsgeschenke wie Spielwaren oder Unterhaltungselektronik loszuwerden. Wer damit zu lange wartet, riskiert, dass der Markt unter Umständen damit überschwemmt wird – und dann fallen die Preise.

Für potenzielle Käufer heißt das dagegen: Nach Weihnachten das Bargeld-Geschenk von Oma und Opa bloß nicht überstürzt auf den Kopf hauen. Gerade, wer sich nicht davor scheut, bei Online-Auktionshäusern von privat zu kaufen, sollte den Jahreswechsel abwarten. Aus dem gleichen Grund, den Verkäufer fürchten: Ist das Angebot groß, ist es die Wahrscheinlichkeit ebenso, ein Schnäppchen zu machen.

Neben Ebay oder Amazon gibt es inzwischen mit einer Reihe kleinerer Auktionshäuser weitere Gelegenheiten, die überflüssigen Gaben los zu werden: Hood, Amprice oder Auvito sind nur einige der vorhandenen Alternativen. Wichtig für Geschäfte im Netz: Eine möglichst genaue und umfassende Beschreibung des Artikels und seines Zustandes sind ebenso unabdingbar wie ein Foto der Ware. Eine Broschüre mit weiteren detaillierten Tipps zum Verkauf im Internet hat ebay zusammengestellt.

che/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • devilonweels
  • Kommentar 2
  • 27.12.2010 23:23
Antwort auf Kommentar 1

Nicht zu vergessen Geldmaschine No. 2 - paypal!

Kommentar melden
  • Hoekstra
  • Kommentar 1
  • 27.12.2010 16:55

Einer verdient immer, das ist EBAY, und das nicht zu knapp. Einfach auch mal andere Auktionhäuser anschauen, z.b Hood nimmt keienerlei Einstellgebühren oder gar keine gebührer...DHD24.de Gemütlicher ist es auf ein Flohmarkt und sogar günstiger...Ebay ist eine Geldmaschine geworden, aber nicht für Ihre kleine Kunden. Für 2011 wünsche ich Allen alles erdenkliche Schöne und vor allem...gute Geschäfte.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig