Konjunktur Wirtschaftsforscher heben Prognose für 2011 an

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Wirtschaftsforscher heben Prognose für 2011 an Bild: dpa

Die Wirtschaftsforscher vom Essener RWI haben ihre Konjunkturprognose für 2011 erhöht. Die Experten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung rechnen nun für Deutschland mit 2,5 Prozent Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Essen (dpa) - Die Wirtschaftsforscher vom Essener RWI haben ihre Konjunkturprognose für 2011 erhöht. Die Experten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung rechnen nun für Deutschland mit 2,5 Prozent Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Im September hatten sie noch 2,2 Prozent erwartet. Auch für das laufende Jahr erhöhten die Forscher laut einer Mitteilung vom Montag ihre Prognose: Statt 3,4 Prozent rechnet RWI-Konjunkturexperte Roland Döhrn nun mit 3,7 Prozent. Das BIP ist die wichtigste Messlatte für die Wirtschaftskraft eines Landes.

Das RWI geht davon aus, dass durch den Abbau der Kurzarbeit und neue Arbeitsplätze die privaten Konsumausgaben 2011 steigen. Auch die niedrigen Zinsen wirkten stimulierend. Gleichzeitig werde sich die Anhebung der Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Arbeitslosenversicherung dämpfend auf die Konjunktur auswirken.

Hinzu komme das Sparpaket, aufgrund dessen die steuerliche Belastung steige, einige Sozialleistungen gestrichen würden und der Staatsverbrauch nur verhalten zunehmen werde. Die Expansion werde sich gegenüber 2010 verlangsamen.

Risiken sieht das Institut bei der Staatsschuldenkrise in Europa. «Hier besteht die Gefahr, dass weitere Länder außer Griechenland und Irland sich am Kapitalmarkt nicht mehr refinanzieren können und unter den Rettungsschirm der EU müssen», so Döhrn. Außerdem verweist das RWI auf die noch nicht überwundene Immobilienkrise in den USA.

Die Arbeitslosigkeit werde 2011 in Deutschland auf unter drei Millionen sinken. Die Arbeitslosenquote gehe um 0,7 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent zurück. Auch die Lage der öffentlichen Haushalte werde sich weiter verbessern. «Die Staatseinnahmen steigen aufgrund des anhaltenden Konjunkturaufschwungs weiterhin kräftig.» Zudem wirkten die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung. Die Experten erwarten einen Rückgang des Haushaltsdefizits auf 2,5 Prozent (2010: 3,4 Prozent). Nach 1,1 Prozent Teuerung im laufenden Jahr erwarten die Konjunkturforscher weiterhin stabile Preise mit einer mäßigen Inflationsrate von 1,6 Prozent.

RWI-Homepage

news.de/dpa

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