Sicher anlegen Festgeld wird wieder attraktiver

Wer weiß, dass er ein bisschen von seinem Erspartem für einen festen Zeitraum nicht braucht, sollte wieder über Anlagen in Festgeld nachdenken. Die Zinsen dafür steigen gerade – wenn man die richtige Bank kennt.

Festgeld (Foto)
Festgeldzinsen steigen bei einigen Anbietern wieder leicht. Bild: dpa

Die Finanzkrise war nicht nur für die Banken ein – sagen wir mal – kleines Ärgernis. Auch Sparer waren ganz direkt davon betroffen. Zum Beispiel dadurch, dass es gerade für sehr sichere Anlageformen, wie Festgeld, nur noch wenig Zinsen gab. Und welcher normale Sparer wollte mitten in der Krise schon auf riskante Aktiengeschäfte setzen?

Nun, da es zumindest so scheint, als sei die Krise überwunden, geht es mit den Zinsen wieder bergauf. Zwar nur ganz leicht. Und auch nur vorsichtig. Aber immerhin. Anlagen in Festgeld lohnen sich da schon wieder ein wenig mehr als noch vor einem Jahr. Einzelne Banken gehen vorweg.

Festgeld, das lässt sich ausführlich auch im news.de-Geld-Dossier nachlesen, wird von einem Sparer für einen bestimmten Zeitraum fest an die Bank verliehen. Üblich sind – je nach Kreditinstitut – Zeiträume zwischen drei Monaten und einem Jahr. Aber auch längere Anlagezeiten sind möglich. Je länger man das Geld bei der Bank fest anlegt, desto höher sind die Zinsen. Manche Institute schrieben einen Mindestanlagewert vor.

Zinsen bis zu 2,5 Prozent

Lagen die Zinsen bei vielen deutschen Filialbanken während und kurz nach der Krise für einjähriges Festgeld bei deutlich unter einem Prozent, ist im Moment bei so mancher Bank auch deutlich mehr drin.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Deutsche Bank. Vor einem guten halben Jahr gab es bei der Bank – und auch das nur im Rahmen einer Sonderaktion – gerade einmal 1,25 Prozent Zinsen für einjährige Festgeldanlagen. Im Moment bewirbt das Institut für eine ganz ähnlichen Aktion; diesmal allerdings mit einer 2-prozentigen Verzinsung.

Noch besser sieht es bei einigen Online-Banken aus. Die Deniz Bank beispielsweise bietet aktuell sogar 2,5 Prozent für Festgeldanlagen bei einer einjährigen Laufzeit.

Am Ende des Jahres macht sich ein solcher Unterschied durchaus bemerkbar. Bei der 1,25-Prozent-Verzinsung bekommt ein Sparer bei einer Anlagesumme von 2500 Euro nach dem Ablauf von 12 Monate 31,25 Euro als Zinsen gutgeschrieben. Bei der 2-Prozent-Variante sind es schon 50 Euro. Und bei 2,5 Prozent sind es sogar 62,50 Euro.

Sich jetzt nicht zu lange binden!

Freilich sind auch die aktuellen Spitzenzinssätze noch immer weit vom Vorkrisenniveau entfernt, wo bei Online-Banken teilweise Festgeldzinssätze von mehr als vier Prozent für einjähriges Geldverleihen drin waren. Deshalb ist gerade der Blick nach vorne spannend.

Aber wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln werden, ist derzeit alles andere als sicher. Prognosen gibt es viele. Gesichertes Wissen kaum. Deshalb ist es ratsam, sich bei einer Festgeldanlage nicht allzu lange an eine Bank zu binden. Denn wer jetzt sein Geld etwa für fünf Jahre anlegt, der bekommt auch nur die jetzt vereinbarten Zinsen – selbst dann, wenn innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre die Konditionen noch attraktiver sein sollten.

Eine Anlagedauer von ein bis zwei Jahren ist deshalb eine gute Möglichkeit, die jetzt bei einigen Instituten geltenden Zinsen erst einmal mitzunehmen und dann in zwölf oder 24 Monaten unter Umständen von den gestiegenen Zinsen zu profitieren. Denn bei einer Neuanlage des Geldes gelten die dann jeweils aktuellen Zinssätze.

mat/news.de

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