News.de erklärt Geld Zocken im sicheren Hafen

Das Wichtigste am Umgang mit Geld: Man muss genau wissen, was man tut. Das geht nur, wenn man die Grundlagen versteht. News.de und die Sparkasse Leipzig erklären, wie das so ist mit dem lieben Geld. Heute: Garantiefonds.

Fonds (Foto)
In unruhigen Börsenzeiten können Garantiefonds eine Alternative sein. Bild: dpa

Wer erstmal nur ein bisschen Börsenluft schnuppern, aber irgendwie doch nicht richtig auf Risiko setzen möchte, der sollte sich über Garantiefonds informieren. Garantiefonds sind Investmentfonds, die dem Anleger am Ende einer festgelegten Laufzeit oder Anlageperiode die Rückzahlung eines Mindestbetrages garantieren. «Sie zielen also speziell auf das Sicherheitsbedürfnis vieler Anleger ab, die keine Kursverluste eingehen, aber von steigenden Aktienkursen profitieren wollen», erklärt Diana Petters von der Sparkasse Leipzig.

Falls aber die Kurse an den Börsen wieder richtig durchstarten, fällt die Rendite bei Garantiefonds im Gegensatz zu den meisten Investmentfonds aber geringer aus. Denn um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten, legen die Fondsgesellschaften das Geld nur teilweise in Aktien an, ein beträchtlicher Teil fließt in festverzinsliche Wertpapiere. Außerdem sichern die Fondsgesellschaften die Werte mittels Optionsscheinen oder Futures gegen Kursverluste ab.

Weniger Rendite, dafür aber höhere Sicherheit. Denn wie der Name bereits ahnen lässt, garantiert der Fonds etwas. Aber was? «Üblichererweise wird die Rückzahlung eines Mindestbetrages zu einem festen Termin garantiert. Die Garantie bezieht sich auf den ersten Anteilwert. Investiert ein Anleger 100 Euro, erhält er am Ende der Laufzeit mindestens 100 Euro abzüglich des Ausgabeaufschlags und der Depotkosten zurück», so Petters.

Geschlossene und Offene Garantiefonds

Es gibt geschlossene und offene Fonds. Bei geschlossenen Garantiefonds ist die Existenzdauer von vornherein genau festgelegt. Anleger können sie nur während der Zeichnungsfrist zu Beginn der Laufzeit erwerben, danach ist ein Einstieg nicht mehr möglich. Die Garantie von geschlossenen Fonds greift generell nur zum Laufzeitende. «Wer vor dem Ende der Anlageperiode bzw. dem Laufzeitende aussteigen will, kann das trotzdem problemlos tun. Allerdings kommt man dann nicht in den Genuss der Garantie. Außerdem wird gegebenenfalls ein Rücknahmeabschlag fällig», sagt Petters.

Von offenen Fonds können Anleger praktisch zu jeder Zeit Anteile kaufen oder wieder abstoßen. Die Garantie greift aber auch hier nicht jederzeit. Bei den meisten offenen Garantiefonds besteht der Schutz nur zum Geschäftsjahres- oder Laufzeitende.

Übrigens, mit einem Girokonto kann man keine Garantiefonds kaufen, auch nicht mit einem Sparbuch. Obwohl es sich um eine sichere Alternative zu Aktien und Aktienfonds handelt, benötigt man zuerst einmal ein Depot. Und das kostet Gebühren.

Sind Garantiefonds eine Alternative?

Man kann sagen, dass Anleger bei Garantiefonds weitgehend vor Verlusten geschützt sind. Das macht sie in unsicheren Börsenzeiten beliebt. Wer aber langfristig Geld anlegen will, schwierige Börsenzeiten nervlich überstehen kann und ein wenig Grundwissen über Finanzmärkte mitbringt, für den sind Garantiefonds eher ungeeignet.

Die Fachzeitschrift Finanztest hat beispielsweise vor drei Jahren selbst einen einfachen Mix aus Aktien und Festzinspapieren zusammengestellt  - vergleichbar mit dem Portfolio von Garantiefonds - und hat dabei die meisten Garantiefonds in der Rendite geschlagen.

ruk/ivb/news.de

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