Karrierenetzwerke Offen sein und nicht zu viel verraten

Soziale Netzwerken bieten internationale Kontakte und Jobchancen, aber auch Stolperfallen. News.de verrät, worauf sie achten müssen, um ihre Karriere dank virtueller Präsenz nicht an die Wand zu fahren.

Soziale Netzwerke (Foto)
Karrierekick per Social Network? Dafür eignet sich nicht jede Plattform. Es ist aber auch eine Frage dessen, was man über sich preisgibt. Bild: iStockphoto (Montage news.de)

Der Chef liest mit: Wer über Social Networks einen Job sucht, muss damit rechnen, dass der aktuelle Arbeitgeber mitliest. Es fällt auf, wenn Sie ihrem Profil plötzlich viele Kontakte von Konkurrenzfirmen zufügen. Netzwerke wie Xing ermöglichen es, die Kontaktliste für Profilbesucher unzugänglich zu machen oder diese nur für einzelne Personen anzuzeigen.

Sich profilieren: Suchen Sie per Xing und Co. einen neuen Job, achten Sie auf die Präsentation ihrer Daten. Als Anwalt sollten sie nicht das aktuelle Partyfoto zum Profilbild machen. Vermeiden Sie bei der Selbstbeschreibung lange Sätze, Stichwörter bleiben eher im Gedächtnis. Zudem sollten Sie nicht zu viel Privates über sich Preis geben. Die Liebe zu Whiskey könnte schnell als Säuferei ausgelegt werden. Ein Hobby kann aber auch helfen. Wer Fußball spielt, profiliert sich als teamfähig.

Netzwerke: Das digitale Profil
zurück Weiter Businessdaten sind die Visitenkarte im Netz (Foto) Zur Fotostrecke Foto: flikr/PresleyJesus

Eindruck hinterlassen: Auf keinen Fall sollte ihr Kontakt das Gefühl haben, dass Sie ihren aktuellen Arbeitgeber verlassen müssen, weil der Sie loswerden will. Daher sollten Sie Argumente parat haben, warum Sie auf der Suche nach einem neuen Job sind: das kann der Wunsch nach neuen Perspektiven sein, die Hoffnung auf eine höhere Position, die im alten Unternehmen nicht verfügbar ist.

Kontaktsammler: Weniger ist oft mehr. Haben sich zu viele Kontakte in ihrem Social-Network-Profil angesammelt, sollten Sie ausmisten. Je mehr Konakte, desto weniger wissen Sie über die Menschen hintern den virtuellen Profilen. Um den Überblick über alle wichtigen zu behalten, ist eine Verschlagwortung sinnvoll, die ihrem eigenen Ziel entspricht. Suchen Sie also einen neuen Job, könnte Sie ihre Kontakte beispielsweise mit den Tags «Firmenchef», «Personaler», «Teamleiter» versehen. Virtuelle Netzwerke bieten entsprechende Notizfunktionen.

Empfehlungen sind wichtig: Vitamin B ist und bleibt unersetzlich. Haben Sie von einem Freund oder Bekannten von einer freien Stellen erfahren, lassen Sie sich von diesem beim Zuständigen der Personalabteilung empfehlen. Eindruck beim Personaler hinterlässt es, wenn diese Empfehlung von einer Führungskraft kommt. Auch Social Networks bieten oft eine solche Funktion, lassen Sie also ihre Profil auch auf diesem Wege weiterleiten.

«Hallo» sagen: Meinen Sie es mit einem Job ernst, gehen Sie direkt auf mögliche Kontakte zu. E-Mails können überlesen werden oder ein schüchternes Bild abgeben. Glauben Sie, ein Partner könnten bei der Jobvermittlung helfen, ist es ratsam diesen anzurufen oder ein Treffen zu vereinbaren. Nutzen sie Termine in anderen Unternehmen, um mit ihren Kontakten zu sprechen und fragen Sie direkt, ob diese ihnen weiterhelfen können.

Soziale Netzwerke: Welche Community passt zu mir?
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Unternehmensrecherche: Wer sich bei einem Unternehmenn bewirbt, sollte dessen Arbeitsgebiete, Produkte und Struktur kennen. Hilfreiche ist ein Blick auf schon vorhandene Mitarbeiter. Suchen Sie also in Social Communities gezielt nach Beschäftigten einer Firma, schauen Sie sich deren Profile und Qualifikationen an und vergleichen Sie diese mit den eigenen Fähigkeiten. Gleiches gilt für einen Blick auf Beschäftigte, die das Unternehmen verlassen haben.

Virtuell aktiv bleiben: Wer nicht als Karteileiche enden oder sich Chancen verbauen will, sollte sein Profil in virtuellen Netzwerken regelmäßig aktualisieren. Das gilt für Statusmeldungen, den eingestellten Lebenslauf, eigene Qualifikationen oder Kontakte, die Sie suchen. Beteiligen Sie sich in virtuellen Gruppen oder Foren, aber übertreiben Sie es nicht. Je mehr Sie tun, desto schneller erwecken Sie den Eindruck, ihre Arbeitszeit mit dem Surfen auf Social Communities zu verbringen.

kat/news.de

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