29.07.2019, 14.42 Uhr

Studie: Obst als Keimschleuder? SO viele Bakterien stecken in Äpfeln

Äpfel sind nicht nur reich an Vitalstoffen, sondern auch an Bakterien. Das fand jetzt eine aktuelle Studie heraus. Wieso sie den Körper gesund halten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

An apple a day für einen gesunden Darm - dank Bakterien und Viren. Bild: picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ein typischer Apfel enthält mehr als 100 Millionen Bakterien. Das haben Forscher der Technischen Universität Graz herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Journal "Frontiers in Microbiology" veröffentlicht. Was sich zunächst eklig anhört, ist in Wahrheit aber sehr gesund für den menschlichen Körper.

Bakterien in Fruchtfleisch und Samen

Hotspots der Bakterien waren die Samen und das Fruchtfleisch. "Die Bakterien, Pilze und Viren in unserer Nahrung besiedeln vorübergehend unseren Darm", erklärt Biologin Gabriele Berg, die die Studie betreut hat.

Diese Mikroorganismen stärken demnach das Darmmikrobiom. Sie gehören zu den guten Darmbewohnern, die unter anderem die Darmschleimhaut schützen oder das Immunsystem stärken. "Deshalb ist rohes Obst und Gemüse eine besonders wichtige Quelle für Mikroorganismen im Darm", so Berg. Man sollte Äpfel nur nicht kochen, weil die Bakterien und Viren dadurch abgetötet werden.

Zudem sind Äpfel eine wichtige Nahrungsquelle für die Mikroorganismen. Sie enthalten unverdauliche Nahrungsbestandteile, sogenannte Präbiotika. Diese verstoffwechseln die mikroskopisch kleinen Organismen, um daraus Energie für ihre zahlreichen gesundheitsfördernden Prozesse zu ziehen.

Bio-Äpfel besser für die Darmflora

Verglichen wurden in der Studie auch zwei verschiedene Äpfel miteinander: Bio-Äpfel und konventionelle Supermarkt-Äpfel. Beide weisen eine ähnliche Anzahl an Bakterien auf. Frisch geerntete, biologisch bewirtschaftete Äpfel beherbergten im Vergleich zu konventionellen deutlich vielfältigere Bakteriengemeinschaften, erklärt die Wissenschaftlerin. Damit sei der Bio-Apfel besser - zumindest für den Darm.

Lesen Sie hier: DIESE Obst- und Gemüsesorten machen KRANK.

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bos/bua/news.de/dpa

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