25.06.2019, 08.58 Uhr

Stiftung Warentest 2019 aktuell: Geldverschwendung! DIESE rezeptfreien Medikamente wirken nicht

Bei kleineren Wehwehchen wie Erkältungen oder Durchfall greifen viele Deutsche auf rezeptfreie Medikamente zurück, um sich den Arztbesuch zu sparen. Doch eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest beweist: Die meisten Präparate sind nicht geeignet.

Nicht alle rezeptfreien Medikamente taugen etwas. Bild: AdobeStock / Nikolai Sorokin

In jeder Apotheke gibt es eine Vielzahl an rezeptfreien Medikamenten. Doch taugen diese Arzneimittel? Immerhin greifen viele Menschen bei Alltagserkrankungen zu frei verkäuflichen Medikamenten. Stiftung Warentest hat nun 2.000 rezeptfreie Arzneimittel untersucht. Das Ergebnis: Rund 500 Medikamente sind laut Experten "wenig geeignet".

Stiftung Warentest 2019: Rezeptfreie Medikamente fallen im Test durch

Ein Expertenteam der Stiftung Warentest hat sämtliche Untersuchungen zu den jeweiligen Medikamenten ausgewertet. Dabei schnitten vor allem bekannte Präparate schlecht ab. In vielen Fällen sei die Wirksamkeit darüber hinaus nicht ausreichend belegt. Eine Vielzahl der Mittel wurde daher als "nicht geeignet" eingestuft.

Doppel Spalt Compact, Neuralgin, Dolo-Dobendan: Kombipräparate oft mit falscher Zusammensetzung

Besonders bei Kombipräparaten sollten Verbraucher laut Stiftung Warentest vorsichtig sein. Vor allem bei Schmerzmittel wie Doppel Spalt Compact, Neuralgin, Vivimed, aber auch bei Erkältungsmitteln wie Doregrippin, Grippostad C und Wick DayMed oder Dolo-Dobendan und Dorithricin bei Halsentzündungensei die Zusammensetzung der Wirkstoffe oft nicht sinnvoll. Außerdem steige dadurch die Gefahr von von Nebenwirkungen.

Arzneimittel-Test von Stiftung Warentest 2019: Diese rezeptfreien Medikamente sind nicht geeignet

Im aktuellen Test stufte die Stiftung Warentest insgesamt fast 500 Arzneimittel als wenig geeignet ein. Bei einer Erkältung raten die Experten unter anderem von Doregrippin-Tabletten, Grippostad-C-Kapseln, Wick-DayMed-Produkten sowie Aspirin Complex Granulat ab. In allen Präparaten sei die Kombination der Wirkstoffe nicht sinnvoll, gegen Schmerzen und Fieber sollten Erkrankte lieber auf Paracetamol zurückgreifen.

Unter den Schmerzmitteln seien vor allem Neuralgin, Thomapyrin, Vivimed mit Coffein, Titralgan und Spalt-Schmerztabletten nicht zu empfehlen. Durch die Kombination verschiedener Wirkstoffe bestünde die Gefahr von Nebenwirkungen. Statt Kombipräparaten sollten Kunden auch hier auf Einzellösungen wie Azetylsalizylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol zurückgreifen. Laut Stiftung Warentest seien Mittel gegen Sodbrennen wieGaviscon Advance Pfefferminz Suspension und auchRetterspitz Wasser innerlich wenig sinnvoll.

Die komplette Auswertung gibt es bei Stiftung Warentest.

 

bua/sba/news.de

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