18.04.2019, 15.39 Uhr

Mittagessen im Büro: Keine Lust auf Kantine? 5 Tipps für Ihr Lunchpaket im Job

Hunger im Job? Mitgebrachtes Essen hat viele Vorteile gegenüber Fast Food oder Restaurant-Gerichten – und muss keineswegs immer die kompliziertere Option sein.

schlemmend durch die Mittagspause Bild: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Für ein gutes Mittagessen der Kinder macht man sich gern mal die Mühe. Das ist auch richtig so. Es gibt allerdings keinen Grund, weshalb man als erwachsener Mensch weniger Wert auf eine richtige Mahlzeit legen sollte. Auch wenn Sie fünf Tage die Woche arbeiten müssen: Mitgebrachtes Essen hat viele Vorteile gegenüber Fast Food oder Restaurant-Gerichten – und muss keineswegs immer die kompliziertere Option sein.

Bei selbstgemachtem Essen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hochwertigere Produkte in gesünderen Portionen zu sich nimmt – also mehr von dem, was Ihr Körper wirklich benötigt, wie etwa Gemüse und Vollkorn, und weniger von dem, was in größeren Mengen ungesund ist, zum Beispiel:

  • überschüssige Kalorien
  • gesättigte Fette
  • Natrium

Man kommt somit erst gar nicht in Versuchung.

Außerdem spart das Einpacken von Selbstgemachtem Geld. Wenn Sie zum Beispiel jeden Wochentag eine Mahlzeit im Wert von 3 Euro einnehmen, anstatt für 8 Euro etwas zu kaufen, sparen Sie gleich 1.000 Euro pro Jahr.

Es muss also nicht immer das vor Fett triefende Sandwich sein. Das Mittagessen kann mit den folgenden 5 Tipps ebenso verlockend sein – und obendrein gesünder.

1. Reste verarbeiten

Der einfachste Trick ist, dass Mittagessen mit den Resten vom Vorabend vorzubereiten. Wenn man sich ohnehin schon die Mühe gemacht hat zu kochen, ist es kaum noch Arbeit, ein zusätzliches Stück Hähnchenbrust oder Lachsfilet in die Pfanne zu werfen, ein paar weitere Brokkoliröschen in den Dampfgarer zu geben oder ein zusätzliches Ei zu kochen – und all das lässt sich genauso gut gekühlt servieren.

Wenn Sie Zugang zu einer Mikrowelle haben, kann fast jede Mahlzeit in einen mikrowellengeeigneten Behälter gepackt und am nächsten Tag für das Mittagessen aufgewärmt werden. Suppen, Eintöpfe oder Chili etwa schmecken am nächsten Tag oftmals sogar noch besser.

2. Überdenken Sie Ihr Sandwich

Die meisten hausgemachten Sandwiches sind automatisch eine bessere Wahl als die fußlange, fleischgefüllte Variante aus dem Supermarkt. Um Ihres sogar noch besser zu machen, bedenken Sie folgendes: Vergessen Sie die riesigen Brötchen, Bagels und überdimensionalen Verpackungen. Schauen Sie stattdessen nach einem Brot mit insgesamt 50 bis 60 Gramm um (das Nährwertkennzeichen zeigt dir das Gewicht einer Portion) und achten Sie darauf, dass es Vollkorn ist – für die Ballaststoffe, die Antioxidantien und den nussigen Geschmack.

Das Herausnehmen des Inneren eines knusprigen Baguettes oder Brötchens ist auch eine gute Möglichkeit, Kalorien zu sparen und trotzdem das leckere Sandwich zu haben, nach dem Sie sich sehnen.

Wenn es um Brotaufstriche geht, denken Sie nicht gleich an Mayo, sondern auch mal an andere Zutaten, die voller Geschmack und Nährstoffe sind. Probieren Sie doch hin und wieder...

  • ein Basilikum- oder sonnengetrocknetes Tomatenpesto,
  • einen Aufstrich mit butterig reifer Avocado oder
  • einen nahrhaften, cremigen Hummus aus.

Und anstatt Ihr Sandwich nur mit Wurst und Käse zu überfüllen, lass lieber auch Platz für Gemüse.

3. Mehr Produkte einplanen

Eine Scheibe Tomate und ein Salatblatt auf Ihrem Sandwich sind okay, aber es geht so viel besser. Anstatt das Gemüse als Beilage zu behandeln, kannst du es zum Star des Sandwiches werden. Gegrillte Zucchini, Auberginen, Fenchel, Paprika, Zwiebeln, Ausgefallenes wie Kresse- oder Friséesalat, gedämpfte Spargelstangen oder grüne Bohnen, geschnittene Rüben, geriebene Karotten, Kohl oder geschnittener Rettich – all das kann auf dem Sandwich gestapelt werden, um ihm einen großen Wow-Faktor zu verleihen.

Sie können diese Zutaten auch zu einem Basissalat hinzufügen, um ihn noch interessanter und schmackhafter zu machen.

4. Sagen Sie nein zu Nässe

Niemand hat Lust auf feuchte Sandwiches oder Salate.

Verpacken Sie deshalb das Dressing am besten separat und geben Sie es kurz vor dem Essen hinzu. Es gibt viele Boxen mit separaten Salat- und Dressingfächern, Sie können aber auch jeden anderen verschließbaren Lebensmittelbehälter verwenden. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass der Salat gut getrocknet ist, bevor er verpackt wird. So vermeiden Sie eine Wasserlache im Essen.

Um zu verhindern, dass ihr Sandwich matschig wird, sollten Sie Ihr Brot generell vor nassen Zutaten schützen. Legen Sie dafür große Salatstücke zwischen das Brot und die anderen Füllungen auf die oberen und unteren Hälften.

Am wichtigsten aber ist, dass Ihr Mittagessen frisch und sicher verzehrt wird. Man kann es beispielsweise in einer isolierten Lunchbox mit Eisbeutel verpacken und, wenn Zugang zu einem Kühlschrank besteht, so schnell wie möglich dort lagern – natürlich mit Ihrem Namen versehen, um dem gefürchteten Lunchdiebstahl vorzubeugen.

5. Weg vom Schreibtisch

Ein bewusstes Mittagessen bringt zwei schöne Vorteile mit sich:

Die Möglichkeit, vom Schreibtisch wegzukommen
Nette Gespräche mit Kollegen

Es gibt keinen Grund, weshalb Sie auf diese wichtige mentale Pause verzichten sollten, selbst wenn Sie Ihr Essen von zu Hause mitbringen. Schauen Sie sich nach einem schönen Platz in einem nahegelegenen Park oder einer Außenanlage um oder suchen Sie zumindest einen Ort im Büro, wo Sie Ihrem Computer für ein paar Minuten entkommen können. Laden Sie Freunde oder Kollegen dazu ein, sich anzuschließen. Es könnte nur die Inspiration sein, die eine Person braucht, um sich das Mittagessen selbst einzupacken. So wie Sie.

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