27.03.2019, 08.41 Uhr

Stiftung Warentest im März 2019: Apfelschorle im Test! DIESE Discounter-Schorle ist Testsieger

Apfelsaft hat etwa genauso viel Zucker wie Cola. Deshalb greifen viele zur Apfelschorle. Doch im Test konnten viele Fertigschorlen nicht überzeugen. Stiftung Warentest untersuchte 24 Schorlen. Dabei fiel jede dritte im Test durch und eine Discounter-Schorle wurde Testsieger.

Apfelsaftschorlen gelten als gesunde Durstlöscher - doch die meisten Fertigschorlen schneiden im Test nicht gut ab. Bild: Robert Günther/dpa

Apfelsaftschorlen gelten als gesunde Durstlöscher - rund jede dritte fällt im Test aber durch. Fast alle Fertigschorlen geben Anlass zur Kritik, lautet das Fazit der Stiftung Warentest.

Apfelschorlen im Test bei Stiftung Warentest im März 2019

Die Verbraucherschützer haben 24 Schorlen untersucht,unter anderem Lift, Gerol­steiner und Adel­holzener,davon erhielten 7 die Note "mangelhaft" und sieben die Note "ausreichend" ("test"-Ausgabe 4/2019). Bei vielen Anbietern hapert es demnach an der Saftqualität: Mal hat er zu wenig Aroma, mal stammt der Saft aus verdorbenen oder unreifen Äpfeln. Oder die Tester stört eine unsaubere Verarbeitung. Auch wenn an der teuren Zutat "natürliches Aroma" gespart wird, führt das zu Punktabzug.

Stiftung Warentest testet Apfelschorle - DAS ist der Testsieger

Von den untersuchten Schorlen schafft nur eine ein gutes Gesamturteil: Wiesgart von Aldi Nord. Mit 39 Cent pro Liter zählte das Getränk mit Apfelsaft aus Konzentrat zu den günstigsten im Test. Im Geschmack erzielte die naturtrübe Bioschorle Proviant aus Direktsaft für drei Euro pro Liter die Bestnote. Die Tester bemängelten allerdings ein unübersichtliches Etikett, so kam der Geschmackssieger am Ende nur auf ein "Befriedigend".

Apfelschorle bei Stiftung Warentest im Test

Die Stiftung Warentest hat die 24 Apfelschorlen verkostet und aufauf Fremd­zucker, unerwünschte Stoffe, Krank­heits­erreger und Verderb­niskeime untersucht. Weiterhin wurden der Aromagehalt und die chemische Qualität geprüft.

Wie gesund ist Fertig-Apfelschorle wirklich?

Die Tester empfehlen, Fertigschorlen nur ab und zu zu trinken, und verweisen dabei auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Besser sei es, sie selbst zu mischen, vor allem um Zucker zu sparen. Denn in einem halben Liter Fertigschorle stecken immerhin noch bis zu neun Zuckerwürfel.

Stiftung Warentest im März 2019: Apfelschorle besser selbst mischen

Ernährungswissenschaftlerin Monika Bischoff vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention in München rät, einen guten Apfelsaft, der auf 100 ml nicht mehr als 45 Kalorien hat, mit Wasser im Verhältnis 1:3 zu mischen. "Damit hat man eine gute isotonische Flüssigkeit. Deren Teilchen haben die gleiche Zusammensetzung wie Blutplasma und werden so vom Körper schnell aufgenommen", erklärt Bischoff den Vorteil von Apfelsaftschorle. Die Wissenschaftlerin hat noch einen Tipp als alternativen Durstlöscher, gerade bei sportlichen Aktivitäten: "Alkoholfreies Weißbier ist ebenfalls isotonisch, hat noch weniger Kalorien als Äpfel und dafür mehr B-Vitamine."

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fka/news.de/dpa

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