Grippewelle 2019 aktuell : Influenza-Alarm! DAS sollten Sie jetzt unbedingt beachten

Deutschland ist im Würgegriff der Grippewelle 2019, bereits in den ersten Wochen des Jahres sind tausende Ansteckungen gemeldet worden. Wie Sie sich vor der Influenza schützen, welche Symptome alarmierend sind und was Sie zur Impfung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Die Grippe kommt schlagartig und äußert sich mit hohem Fieber und Gliederschmerzen. Bild: Maurizio Gambarini/dpa

Durch Deutschland rollt die Grippewelle. In der dritten Januarwoche wurden rund 2.200 bestätigte Krankheitsfälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) mit. Das war mit Abstand der höchste Wert dieser Saison, die offiziell im Oktober begann und Anfang Dezember langsam an Fahrt aufnahm. Nach der Definition der AGI hat die Grippewelle Mitte Januar begonnen. Es dominieren zur Zeit Viren des Typs A.

Grippewelle 2019 in Deutschland: 20 Todesfälle und tausende Infektionen!

Die Auswertung umfasst aber nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten 6.334 bestätigten Grippefälle in dieser Saison. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher gab es in Deutschland 20 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza.

Tod durch Grippe: So viele Menschen starben in Deutschland an Influenza

In der vergangenen schweren Grippesaison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Vermutlich starben mehr als 20.000 Menschen durch Grippe, vor allem Ältere mit Vorerkrankungen. Für diese Saison standen in Deutschland rund 15,7 Millionen Impfdosen bereit. Es wurde noch weiterer Impfstoff aus anderen EU-Ländern zugekauft, weil das nicht ausreichte.

Grippewelle 2019 in Deutschland: So hat die Influenza keine Chance

Angesichts der hohen Ansteckungsgefahr in der Grippezeit ist die Frage berechtigt, wie man sich vor der viralen Erkrankung der Atemwege am besten schützen kann. Eine Impfung gegen Grippe ist nicht die einzige Möglichkeit, den Influenza-Viren ein Schnippchen zu schlagen. Die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln rund um die heimtückische Krankheit im Überblick:

So schützten Sie sich am besten vor einer Grippe

Das Robert-Koch-Institut rät erstens zum Abstand von den Mitmenschen, wenn möglich auch in vollen Bahnen und Bussen, und zweitens zu gründlichem Händewaschen. Das bedeutet:immer mit Seife und mindestens 20 bis 30 Sekunden lang. Die Stiftung Gesundheitswissenrät darüber hinaus, auch auf Händeschütteln und freundschaftliche Umarmungen zu verzichten. Niesen und husten sollte man am besten in Einwegtaschentücher - die man danach sofort entsorgt - oder notfalls in die Ellenbeuge. Und frische Luft schadet ebenfalls nicht.

Grippe-Impfung ja oder nein? Deshalb lohnt sich der Pieks auch jetzt noch

Um der Viruserkrankung vorzubeugen, setzen viele auf eine Grippe-Impfung. Doch lohnt es sich auch jetzt noch, sich eine Grippeimpfung verpassen zu lassen, obwohl die Grippewelle 2019 Deutschland bereits fest im Griff hat? Die Antwort lautet: Ja. Bis sich der Impfschutz nach dem Pikser richtig aufgebaut hat, vergehen zwar zehn bis vierzehn Tage. Die Dauer einer Grippewelle lässt sich aber nur schwer voraussagen und kann deutlich darüber liegen. Und manchmal folgt auf eine erste auch noch eine zweite Grippewelle.

Tödliche Gefahr durch Influenza! Impfung für Risikogruppen nachdrücklich empfohlen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren, allen Schwangeren ab dem 2. Trimester, medizinischem Personal, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen mit bestimmten Krankheiten. Das sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Nieren- und Leberleiden, Multiple Sklerose sowie Diabetes. Gesunden Erwachsenen unter 60 wird die Impfung nicht ausdrücklich empfohlen, sie können sich aber ebenfalls impfen lassen. Gleiches gilt für Kinder ab sechs Monaten.

Diese Symptome unterscheiden Influenza und Erkältung

Eine Erkältung heißt auch grippaler Infekt, hat mit der Grippe oder Influenza aber nicht besonders viel zu tun. Die Symptome können sich allerdings ähneln. Die wichtigsten Unterschiede laut Stiftung Gesundheitswissen:Die Grippe schleicht sich im Gegensatz zur Erkältung nicht an, sondern kommt schlagartig. Typisch für die Grippe sind plötzlich auftretendes hohes Fieber und Gliederschmerzen, bei der Erkältung eher Schnupfen und Halsschmerzen ohne oder nur mit mäßigem Fieber. In fünf bis sieben Tagen sollte bei beiden Krankheiten das Schlimmste vorbei sein.

Grippe behandeln: So werden Patienten eine Erkrankung schnell wieder los

Schnell zum Arzt gehen - und dann zu Hause bleiben. Wichtig ist außerdem, viel zu trinken, so die Stiftung Gesundheitswissen. Das gleicht den Flüssigkeitsverlust durch Fieber und starkes Schwitzen aus. Die üblichen Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder Ibuprofen helfen bei Kopf- und Gliederschmerzen. Darüber hinaus kann der Arzt Medikamente verschreiben, die das Fortschreiten der hochansteckenden Erkrankung verhindern. Die wirken aber nur, wenn Betroffene sie spätestens 24 bis 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome nehmen. Doch aufgepasst: Antibiotika helfen bei Grippe nicht, da die Influenza anders als grippale Infekte durch Viren und nicht durch Bakterien hervorgerufen wird.

VIDEO: Was hilft wirklich in der Grippezeit?
Video: Flying Media

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loc/kad/news.de/dpa

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