29.08.2018, 14.46 Uhr

Stiftung Warentest September 2018 aktuell: Läuse-Alarm! DIESE Mittel helfen gegen Kopfläuse

Alle Eltern machen über kurz oder lang Bekanntschaft mit Kopfläusen, wenn sich die unliebsamen Krabbeltiere auf den Köpfen der Kinder breitmachen. Welches Läusemittel wirklich hilft und welche Produkte Sie sich sparen können, hat Stiftung Warentest im September 2018 herausgefunden.

Bei der Behandlung gegen Kopfläusen ist ein Läusekamm unerlässlich. Bild: Patrick Pleul / picture alliance / dpa

Zu einer Kindheit gehören aufgeschürfte Knie, Windpocken, Masern und andere Kinderkrankheiten ebenso wie die Bekanntschaft mit nervigen Krabbeltieren - Kopfläuse hat sich so ziemlich jedes Kind schon mal eingefangen. Viele Eltern verfallen in Panik und wollen die Läuse so schnell wie möglich loswerden. Doch vor dem Drogerieregal oder in der Apotheke ist guter Rat teuer: Welche Tinktur, welches Shampoo oder Spray gegen Läuse hält, was es verspricht?

Stiftung Warentest prüft im September 2018 Mittel gegen Läuse

Dieser Frage ist auch Stiftung Warentest nachgegangen und hat im September 2018 verschiedene Läusemittel auf Herz und Nieren geprüft. Insgesamt zwölf Läuseshampoos, Lösungen und Sprays gegen Läuse haben die Warentester untersucht und dabei aktuelle Studien zu Wirksamkeit und möglichen Risiken der Anti-Läuse-Produkte einbezogen.

Läusemittel im Test: Diese Produkte sind Testsieger und wurden positiv bewertet

Stiftung Warentest fand in seinem Test im September 2018 heraus, dass die Hälfte der untersuchten Mittel gegen Läuse in der Praxis gut wirken und Kopfläuse zuverlässig verschwinden lassen. Die sechs anderen Produkte empfehlen die Tester nur mit Einschränkungen oder gar nicht. Im aktuellen Test haben sich den Experten zufolge vor allem Läusemittel hervorgetan, die den Wirkstoff Dimeticon enthalten. Dabei handelt es sich Stiftung Warentest zufolge um ein Öl, das die Läuse ersticken lässt. Die Produkte "Dimet 20", "EtoPril" und "Jacutin Pedicul Fluid" finden die Tester "geeignet", um Läuse zu bekämpfen.

Ähnlich gute Ergebnisse erzielten die Testsieger-Produkte, in denen bekannte Insektengifte enthalten sind und das Nervensystem der Läuse zerstören. Als "auch geeignet" bezeichnet die Stiftung demnach zwei Mittel mit Insektengift. Sie hätten aber den Nachteil, dass immer mehr Läuse widerstandsfähig gegenüber den Giften werden. Das dritte "auch geeignete" Mittel enthält Mineralöl. Die Wirksamkeit wurde bisher nur einer Studie bestätigt. Kritische Bestandteile fanden die Tester in dem Mineralölprodukt nicht.

Durchgefallen! 6 Läusemittel von Stiftung Warentest nur mit Prädikat "mit Einschränkung geeignet" bewertet

Bei den als "mit Einschränkung geeignet" bezeichneten Mitteln sei die Wirksamkeit schlechter belegt als bei den anderen, schreiben die Tester. Für "wenig geeignet" halten sie zwei Mittel, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht ausreichend belegt seien. Sprays können zudem die Atemwege reizen.

Stiftung Warentest klärt auf: Wie wendet man Läusemittel richtig an?

Für die Wirksamkeit von Läusemitteln ist Stiftung Warentest zufolge jedoch nicht nur der enthaltene Wirkstoff ausschlaggebend, sondern vor allem die korrekte Anwendung. Darüber gibt die Packungsbeilage Auskunft, die demnach genauestens studiert werden sollte, um Anwendungsfehler zu vermeiden. Als nützliches Accessoire für eine Behandlung gegen Läuse empfiehlt Stiftung Warentest zudem einen Läusekamm.

Nicht nur Kinder sind gefährdet: So bekämpfen Sie Kopfläuse richtig

Wenn ein Kind oder mehrere Kinder im Haushalt Kopfläuse haben, ist es meist nicht damit getan, die Sprösslinge mit Shampoo, Spray oder Anti-Läuse-Tinktur zu behandeln. Die kleinen Krabbelbiester können nämlich leicht auf andere Familienmitglieder überspringen und sich ausbreiten - demnach ist es empfehlenswert, gleich die ganze Familie auf Lausbefall zu untersuchen. Zudem stehen Eltern in der Pflicht, den Kindergarten oder die Schule ihres Sprösslings darüber zu informieren, wenn das Kind Läuse hat - das ist wichtig, damit andere Eltern ihre Kinder ebenfalls auf Kopfläuse untersuchen und gegebenenfalls behandeln können.

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Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun

Falsche Scham ist bei Kopfläusen übrigens fehl am Platz - denn ob sich jemand Kopfläuse einfängt oder nicht, hat mit persönlicher Hygiene nichts zu tun, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Die Parasiten übertragen in unseren Breitengraden auch keine gefährlichen Krankheiten, doch von selbst verschwinden die Plagegeister nicht, weshalb eine Behandlung mit einem Läusemittel unerlässlich ist.

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loc/kad/news.de/dpao

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