Nipah-Virus 2018: Tödliche Virus-Seuche aus Indien! Kommt eine Pandemie?

Der Nipah-Virus hat in Indien bereits zehn Menschen getötet. Die WHO fürchtet die tödliche Krankheit: Es gibt weder Impfung noch Behandlung. Woher stammt der tödliche Virus?

Der Nipah-Virus ist in Indien ausgebrochen. Bild: dpa

Man kennt noch die Schreckensbilder von tödlichen Viren wie dem Ebola-Erreger - jetzt warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO vor einer neuen Killerkrankheit: dem Nipah-Virus. Das Virus tritt gerade in Indien auf, dort sind bereits mindestens zehn Menschen gestorben. Das berichtet unter anderem "Business Insider".

Tödlicher Nipah-Virus ist in Indien ausgebrochen

Im südindischen Bundesstaat Karela liegen weitere Patienten in Quarantäne beziehungsweise auf Intensivstationen. Weitere rund 100 Menschen gelten als Verdachtsfälle und wurden zu Hause unter Quarantäne gestellt. Es handelt sich um den ersten Ausbruch in Südindien.

Rohe Säfte und angebissene Früchte: So wird das gefährliche Virus übertragen

Als natürlicher Wirt des Erregers in Indien gelten fruchtfressende Fledermäuse. Die Infektion beim Menschen erfolgt oral beim Verzehr von Baumfrüchten oder Säften derselben, die mit den Ausscheidungen der Fledermäuse kontaminiert sind. Thomas Jelinek vom "Centrum für Reisemedizin" (CRM) empfiehlt daher dringend, auf den Verzehr von rohen Säften und ungewaschenen und/oder angebissenen Baumfrüchten zu verzichten.

Das Virus wird nicht nur von den Flughunden, sondern auch von Schweinen und im begrenzten Umfang von Mensch zu Mensch übertragen. Die Übertragung erfolge laut Jelinek allerdings nur bei engem persönlichen Kontakt und geschehe vermutlich über Sekrete und Ausscheidungen der Erkrankten.

Grippeähnliche Symptome können in Atemwegserkrankungen und tödliche Hirnhautentzündungen münden

Das Nipah-Virus gehört zu den Henipaviren aus der Familie der Paramyxoviridae. Der Erreger führt bei Menschen zu grippeähnlichen Symptomen mit hohem Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Erbrechen. Bei schwerem Verlauf können Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen und tödliche Hirnhautentzündungen die Folge sein. Das Fatale: Es gibt weder eine Impfung noch eine wirkungsvolle Behandlung. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 40 bis 75 Prozent. Die WHO zählt das Virus zu den Erregern, die am dringendsten erforscht werden müssen, weil sie die öffentliche Gesundheit gefährden.

Nipah-Virus-Verbreitung von Malaysia bis Indien 2018

Das Nipah-Virus tauchte zum ersten Mal im Jahr 1998 bei Schweinefarmern in Malaysia auf. Aus dem kleinen Ort Kampung Teluk Nipah auf der malayischen Insel Pangkor stammt auch der Name. Um die Verbreitung des Virus damals zu stoppen, wurden rund eine Million Schweine notgeschlachtet - etwa die Hälfte des gesamten Bestandes des Landes. Seitdem gab es mehrere Nipah-Ausbrüche in Malaysia, Singapur und im indischen Bundesstaat Westbengalen.

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gma/kns/news.de

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