Zecken-Alarm 2018 : Schnell zum Impfen! FSME-Infektionen um 40 Prozent gestiegen

Sobald es wärmer wird, regen sich auch wieder die Zecken. Die winzigen Tiere mit acht Beinen wollen sich mit Blut vollsaugen - auch beim Menschen. Experten raten daher zur Impfung.

Die Zahl der FSME-Erkrankten ist in Deutschland um 40 Prozent gestiegen. Bild: Patrick Pleul/dpa

Zecken lauern im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras. Die lästigen Blutsauger werden schon bei niedrigen Plusgraden aktiv und können Krankheitserreger übertragen. Das tun sie zunehmend nicht mehr nur im Süden der Republik.Laut der Hamburger Barmer Krankenkasse wurden 2017 in Deutschland insgesamt 505 FSME-Erkrankungen erfasst, im Vorjahr waren es lediglich 359. Das entsprach einer Zunahme von 40 Prozent.

Zecken übertragen Lyme-Borreliose und FSME

Die Lyme-Borreliose ist die am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Schätzungen gehen von mehreren Zehntausend Neuerkrankungen pro Jahr aus, die Diagnose ist schwierig. Die Gefahr, sich mit FSME anzustecken, ist wesentlich geringer. Dennoch kann eine Infektion mit dem Erreger im Extremfall sogar tödlich enden. Vor allem bei älteren Menschen kann es im Krankheitsverlauf zu schweren Komplikationen kommen.

Das sind die FSME-Symptome nach einem Zecken-Biss

Treten nach einem Zeckenbiss Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit auf, kann das auf Borreliose hindeuten. Ein charakteristisches Merkmal ist zudem eine sogenannte Wanderröte: eine sich ringförmig ausbreitende Hautrötung. Später können Nervenlähmungen, Hirnhautentzündungen oder entzündliche Schwellungen der Knie- und Sprunggelenke auftreten. Auch eine FSME-Infektion äußert sich zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und kann zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Hirns oder des Rückenmarks führen.

Gefahr durch Zecken: Jetzt impfen lassen!

Gegen die Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung, sie ist aber gut mit Antibiotika zu behandeln. Gegen FSME kann man sich dagegen impfen lassen. Der Schutz ist vor allem für Menschen in Risikogebieten wichtig, denn FSME lässt sich nicht wirksam behandeln. Bundesweit sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft, in Österreich sind es laut Experten 80 Prozent.

Erfahren Sie mehr:Zecken-Gefahr durch FSME – Borreliose-Alarm! So schützen Sie sich vor Zecken.

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jat/kns/news.de/dpa

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