Von wegen Migräne: Augenkrebs-Patient nach Fehldiagnose völlig entstellt

Danny Hunt litt seit Jahren unter starken Schmerzen. Verschiedene Ärzte stellten verschiedene Fehldiagnosen, die den Patienten ein Auge kosteten und ein tiefes Loch in seinem Gesicht hinterließen. Aus DIESEM Grund.

Nach diversen Fehldiagnosen nagte die Krankheit immer weiter an Danny Hunt. Die unabsehbare Folge: Ein riesiges Loch im Gesicht. (Symbolbild) Bild: Romolo Tavani / dpa

Danny Hunt aus Islington, Nord-London, wurde seit 2008 von schrecklichen Kopf- und Halsschmerzen geplagt. Doch die von ihm aufgesuchten Ärzte taten sich mehr als schwer, den Auslöser der Symptome zu finden. Kehlkopfentzündung und Migräne waren die bevorzugten Diagnosen. Keine traf die tatsächliche Ursache auch nur annähernd.

Unerkannt richtet die Krankheit weiterhin Schaden an

Die eigentliche Krankheit blieb infolgedessen unerkannt und "fraß" sich durch den Schädel von Danny Hunt. Erst als seine Frau einen "Klumpen" neben seinem rechten Auge bemerkte, der obendrein immer größer wurde, kam man dem Rätsel auf die Spur.

Augenkrebs zerbröselt die Knochenstruktur des Schädels von Danny Hunt

Ein Arzt einer Augenklinik entdeckte etwas auf der Rückseite des Auges des 58-Jährigen, der nun zu weiteren Spezialisten überstellt wurde. Die entdeckten einen Tumor mit spinnenbeinartigen Auslegern hinter seinem Auge.

Der Krebs zerbröselte förmlich die Knochenstrukturen um sich herum. Ein Jahr nach der Diagnose und entsprechender Strahlentherapie mussten Danny Hunts Auge und diverse befallene Gesichtsknochen entfernt werden. Ein Horror-Anblick.

Gruseliger Anblick: Das Loch in Danny Hunts Gesicht

Das Loch im Gesicht und seine Folgen

Zusätzlich zu dem gruseligen Anblick kam hinzu, dass die Zähne des Patienten durch die Strahlentherapie komplett zerstört wurden. Zudem ließ ihn die Therapie extrem abmagern. Die Operationen hatten ebenfalls weitreichende Folgen: Die nun fehlenden Gesichtsknochen ließen Flüssigkeiten unkontrolliert aus Nase und Auge laufen, welche seine Lungen fluteten. Zwei Jahre lang half Danny Hunts Sohn Stephen seinem Vater, derartige Überreste zu beseitigen.

Heute bedeckt eine "Klappe" aus Rückenhaut das Loch in seinem Gesicht

Danny Hunt, der für eine Gesichtsrekonstruktion zu schwach war, zog sich darum vollkommen von seinem Leben zurück. Damit er wieder am Leben um ihn herum teilhaben konnte, schufen Ärzte aus einem Stück Rückenhaut und einem Stück Arterie seines Beines eine "Klappe", mit der sie das Loch in Danny Hunts Gesicht bedeckten. Neugierige Blicke wendet diese zwar nicht ab, ermöglicht ihm allerdings ein würdigeres Leben.

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pap/loc/news.de

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