Kälte ist ungesund: Achtung, Gesundheitsrisiko! So schädlich sind die Minusgrade

Die kalten Temperaturen in vielen europäischen Ländern erhöhen das Risiko, krank zu werden. Vor allem Herzpatienten sollten in diesen Tagen vorsichtig sein, warnen Gesundheitsorganisationen.

Minusgrade sind mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden. Bild: Fotolia/leszekglasner

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt angesichts der Kälte in Europa vor Gesundheitsgefahren. Kaltes Wetter erhöhe das Risiko von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Kopenhagener Büros der WHO. "Selbst dort, wo die Temperaturen nicht besonders niedrig sind, kann Kälte in vielerlei Hinsicht gesundheitsschädlich sein", sagte Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa. Sie könne bestehende Erkrankungen verschlimmern und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfälle vergrößern.

Kälte gefährlich und ungesund laut aktueller WHO-Warnung

Zu den am stärksten gefährdeten Personen gehören demnach ältere Menschen, Kinder, Obdachlose und Menschen mit chronischen Krankheiten sowie mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Die WHO forderte die von der Kältewelle betroffenen Länder auf, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Menschen zu schützen.

Auch die deutsche Herzstiftung warnt Herzpatienten bei Temperaturen unter Null, vorsichtig zu sein und Anstrengungen wie Schneeschippen zu vermeiden. Eine schwedische Langzeitstudie habe gezeigt, dass die Zahl der Herzinfarkte an kalten Tagen höher sei. "Brustschmerzen oder Atemnot sollten daher insbesondere im Winter nicht auf die leichte Schulter genommen werden", warnt der Herzspezialist Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung in einer Mitteilung. Bei Minusgraden sollten sich Herzpatienten zum Schutz am besten einen Schal um Mund und Nase wickeln, damit die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege gelange.

Bei Kälte besteht ein Gesundheitsrisiko durch Unterkühlung und Erfrierungen

Zudem drohen bei den Minusgraden Unterkühlung oder gar Erfrierungen, vor allem wenn zusätzlich zu den kräftigen Minustemperaturen auch ein starker Wind geht, etwa auf Berggipfeln. Finger, Zehen, Nase oder Ohren sind zuerst betroffen, informiert "Focus online". Bei einer Unterkühlung ist dagegen der gesamte Organismus betroffen, wenn er über längere Zeit Wärme abgibt. Denn bei Kälte drosselt der Körper die Abgabe von Wärme, indem sich Blutgefäße verengen und die Durchblutung heruntergefahren wird - deshalb ist auch Alkohol in Form von Grog und Glühwein bei Kälte eher gefährlich. Eine Unterkühlung äußert sich durch starkes Zittern, einen erhöhten Puls, schnelle Atmung und blasse bis bläuliche Gesichtsfarbe.

Mehr zum Thema: So schützen Sie sich vor eisigen Temperaturen.

VIDEO: Die besten Tipps gegen die Kälte
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kad/kns/news.de/dpa

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