Popel essen gesund?: Warum man Popel (nicht) essen sollte

Eine etwas unschöne Frage, ob der Inhalt der Nase essbar ist. Für einige offenbar nicht, die sich eben diesen in den Mund stecken. Ist das nur eklig oder auch ungesund?

Schadet es, Popel zu essen? Bild: Fotolia/ S.Kobold

Manche Frage traut man kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Ist Popel essen gesund oder gar gefährlich?

Die Frage heute: Mein Freund verspeist seine eigenen Popel - das ist doch ungesund, oder?

Antwort: Nein. Es kann gar nicht ungesund sein, aus einem ganz einfachen Grund: "Nase und Mund hängen ohnehin zusammen", sagt Allgemeinmedizinerin Sabine Gehrke-Beck von der Berliner Charité. Deshalb "isst" der Mensch im Grunde genommen den ganzen Tag lang Popel. Oder besser gesagt sein Nasensekret.

Mehr zum Thema: Popel essen stärkt das Immunsystem.

Wie entstehen Popel?

Ein Teil dieses Sekrets fließt durch den Rachen und die Speiseröhre direkt in den Magen. Der Rest läuft entweder aus der Nase heraus oder verhärtet und wird so zu dem, was man gemeinhin Popel nennt. Holt sich jemand diese Popel aus der Nase und steckt sie in den Mund, sollte das seiner Gesundheit also nicht schaden.

Unter diesen Umständen sind Popel ungesund

Allerdings: Kleben an den Fingern Keime, gelangen diese mit in den Mund. Und das kann durchaus gefährlich werden. Deshalb gilt: Wer gern Popel verspeist, wäscht vorher möglichst seine Hände. "Und bitte auch hinterher", sagt Gehrke-Beck. Denn gerade eine verschnupfte Nase beherbergt ihrerseits Viren. Die sollten nach dem Popeln möglichst nicht auf Türklinken oder Tastaturen landen.

Auch interessant: Ernste Folgen! Das kann beim Bohren in der Nase passieren.

VIDEO: So gefährlich ist popeln wirklich
Video: ProSieben

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

kns/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser