Stiftung Warentest 2018: Diese rezeptfreien Arzneimittel sind reine Geldverschwendung

Bei kleineren Wehwehchen wie Husten oder Halsweh greifen viele Deutsche auf rezeptfreie Medikamente zurück, um sich den Arztbesuch zu sparen. Doch ein aktueller Test beweist: Die meisten Präparate sind nicht geeignet.

Stiftung Warentest warnt: Viele rezeptfreie Arzneimittel sind wirkungslos. Bild: Maurizio Gambarini/dpa

Wer nicht gleich zum Arzt gehen will, findet in jeder Apotheke eine Vielzahl von Medikamenten, die ohne Rezept zu erwerben sind. Besonders bei Alltagserkrankungen wie einer Erkältung, Sodbrennen oder Schmerzen greifen viele Menschen zu frei verkäuflichen Medikamenten, um sich selbst zu therapieren. Doch laut "Stiftung Warentest" ist das nicht immer sinnvoll.

Stiftung Warentest warnt vor rezeptfreien Arzneimitteln

Ein Expertenteam der Stiftung Warentest hat sich rund 1.500 rezeptfreie Medikamente vorgenommen und die Arzneimittel hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Wirksamkeit überprüft. Dabei schnitten vor allem bekannte Präparate schlecht ab. In vielen Fällen sei die Wirksamkeit darüber hinaus nicht ausreichend belegt. Eine Vielzahl der Mittel wurde daher als "nicht geeignet" eingestuft.

Aspirin Complex, Wick MediNait, Thomapyrin: Kombipräparate oft mit falscher Zusammensetzung

Besonders bei Kombipräparaten sollten Verbraucher laut Stiftung Warentest vorsichtig sein. Vor allem bei Erkältungsmitteln wie Aspirin Complex, Grippostad C und Wick MediNait, aber auch Schmerzmitteln wie Thomapyrin sei die Zusammensetzung der Wirkstoffe oft nicht sinnvoll. Außerdem steige dadurch die Gefahr von von Nebenwirkungen.

Arzneimittel-Test von Stiftung Warentest 2018: Diese Präparate sind nicht geeignet

Im aktuellen Test warnt Stiftung Warentest vor insgesamt 35 wenig geeigneten Arzneimitteln. Bei einer Erkältung raten die Experten unter anderem von Doregrippin-Tabletten, Grippostad-C-Kaspeln und Wick-DayMed-Produkten. In allen drei Präparaten sei die Kombination der Wirkstoffe nicht sinnvoll, gegen Schmerzen und Fieber sollten Erkrankte lieber auf Paracetamol zurückgreifen.

Unter den Schmerzmitteln seien vor allem Neuralgin, Thomapyrin und Spalt-Schmerztabletten nicht zu empfehlen. Durch die Kombination verschiedener Wirkstoffe bestünde die Gefahr von Nebenwirkungen. Statt Kombipräparaten sollten Kunden auch hier auf Einzellösungen wie Azetylsalizylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol zurückgreifen. Eine Übersicht über alle getesteten Arzneimittel finden Sie auf test.de.

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jat/kad/news.de

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