Nudeln, Backwaren und Co.: Schock-Ergebnisse! Fipronil in jeder 10. Lebensmittelprobe

Der Fipronil-Giftskandal ist noch immer nicht ausgestanden. Deutsche Behörden untersuchten Hunderte Lebensmittel und kamen zu erschreckenden Ergebnissen. In jeder zehnten Probe fanden sie Rückstände des Insektizids.

In jeder 10. Lebensmittelprobe wurde Fipronil nachgewiesen. Bild: dpa

Noch immer müssen Verbraucher unter dem Fipronil-Giftskandal leiden. So erhöhten sich Anfang Januar 2018 die Eierpreise in Deutschland merklich. Nun die nächste Schocknachricht: Unsere Lebensmittel sind noch immer belastet. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, haben Behörden in Deutschland in den vergangenen Monaten Hunderte Lebensmittel untersucht.

Deutsche Lebensmittel mit Fipronil belastet

Die Ergebnisse: Erschreckend. Bei jeder zehnten Probe fanden sie Rückstände des Insektizids. Das ergab eine Umfrage unter den 16 Bundesländern. Demnach war das Ergebnis bei annähernd 1050 Proben in etwa 110 Fällen positiv. Rund 30-mal lag die ermittelte Fipronil-Menge über dem sogenannten Rückstandshöchstgehalt von 0,005 Milligramm pro Kilogramm. Die Ware durfte also nicht mehr verkauft werden. Öffentliche Rückrufe gab es aber kaum.

Fipronil in jeder 10. Lebensmittelprobe

Bei den betroffenen Produkten handelte es sich beispielsweise um Eier-Liköre, Backwaren oder Eier-Nudeln. Eine akute Gesundheitsgefährdung für Verbraucher bestand nach Einschätzung der deutschen Behörden angesichts der Fipronil-Messergebnisse nicht.

Gesundheitsgefahr durch das Insektizid Fipronil

Fipronil ist ein Insektizid, das in der Geflügelhaltung eigentlich nicht verwendet werden darf. In hohen Dosen kann die Substanz für Menschen gefährlich sein. Obwohl die deutsche Geflügelwirtschaft bis auf eine Handvoll Betriebe kaum von dem Skandal um mit dem Insektenschutzmittel Fipronil belastete Eier betroffen war, sind die Auswirkungen auch hierzulande zu spüren. Da Deutschland mehr als 30 Prozent der Eier einführen müsse und die Niederlande das wichtigste Eier-Importland sind, wurde auch in Deutschland die Ware knapp.

Worum ging es im Fipronil-Skandal?

Das Insektengift Fipronil ist für Tiere der Lebensmittelproduktion nicht zugelassen. Vor allem niederländische Legehennenhalter haben allerdings ihre Ställe mit einem Mittel desinfizieren lassen, in dem Fipronil enthalten war, ohne dass es korrekt deklariert war. Es wurde den Landwirten als eine Art Wundermittel gegen die Rote Vogelmilbe präsentiert, einem Parasiten, der den Legehennen stark zusetzt. Im Nachbarland sind etwa 200 Legehennenbetriebe betroffen und gesperrt.

FOTOS: Lebensmittelskandale Essen zum Ekeln

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fka/jat/news.de/dpa

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